26. November 2007

Keywords: Tagesaktuell und sehr sehr heiss

Ihr meint bereits alle Top-Keywords zu kennen und wisst welches Keyword in welchem Bereich die Top-Performance liefert? Das mag ja sein, aber die richtigen Stars sind die tagesaktuellen Keywords, die aus dem Nichts heraus kommen und oft nur ein paar Stunden lang ein sehr hohes Suchvolumen haben. Wen hat vor ein paar Monaten schon das Wort "bahnstreik" interessiert und wer sucht heute noch nach "vogelgrippe"? Das Suchaufkommen geht bei einigen Begriffen, die durch die Medienlandschaft ziehen innerhalb von kürzester Zeit steil nach oben.

Das Keyword "bahnstreik" wird laut Google Trends seit Oktober sehr stark nachgefragt:

Vor einiger Zeit war die Vogelgrippe, die das Land in Anspannung gehalten hat, jedoch scheint sich jetzt keiner mehr dafür zu interessieren:

Solche Keywords können natürlich wunderbar für AdWords-Kampagnen genutzt werden, um viel Traffic auf die eigene Website zu bekommen. In anderen Ländern wird dieses Modell schon seit langem erfolgreich praktiziert, jedoch hat es in Deutschland ungefähr ein Jahr gedauert, bis die ersten Modelle für tagesaktuelle Suchanfragen gestartet wurden. Ron Hillmann soll zumindest das Auffinden von Top-Keywords als neues Hobby entdeckt haben und gilt somit wohl wieder als Trendsetter.

In den USA sind die Tools von Google schon etwas weiter und man kann sich die täglichen Hot Trends ansehen. Heute hat z.B. das Wort "cyber monday" den Status On Fire und ist somit sehr interessant. Ich hoffe, dass es bald auch in Deutschland mehr Analysen zu den tagesaktuellen Höhepunkten gibt, wie man es schon von Current TV kennt.

Was mag zurzeit eines der spannendsten Suchbegriffe in Deutschland sein? Ich glaube da kann es nur eines geben: lotto! 32 Mio. Euro sprechen da wohl für sich.

21. November 2007

Jede Stunde das optimale Gebot

Die meisten deutschen Internet-Nutzer haben ein ähnliches Surfverhalten. Sie lesen zu gleichen Zeiten Online Nachrichten, bieten bei ebay auf Weihnachtsgeschenke und lesen auch zu gleichen Zeiten Blogs über SEM. Diese ganzen Daten kann man nun wunderbar aggregiert nutzen, um seine AdWords-Kampagnen weiter zu optimieren.

Vor ein paar Tagen habe ich noch über die erhöhte Conversion Rate in der Vorweihnachtszeit geschrieben. Unterschiedliche Conversion Rates sind aber eigentlich nichts besonderes und sind das ganze Jahr über zu finden. Jeder Tag hat eine unterschiedliche Conversion Rate und es gibt sogar Muster im Tagesverlauf zu erkennen.

Wer Google Analytics nutzt, kann wunderbar unter den Zielen eine Auswertung der Conversion Rates auf Tageslevel oder sogar stündlich sehen. Um die AdWords-Kampagnen isoliert zu bewerten, sollte man sich vorher ein Profil nur für AdWords-Daten anlegen, wie es Timo bereits in seinem Analytics-Blog gezeigt hat. Anschließend können die unterschiedlichen Conversion Rates bewertet werden.

Wenn ich erkenne, dass meine Conversion Rate immer zwischen 12 und 14 Uhr um 20% nach oben geht, kann es für mich Sinn machen, hier mein Gebot bei den Keywords nach oben zu setzen, um mehr Besucher zu bekommen. Solange meine Kosten weniger als 20% steigen, erziele ich mehr Gewinn. Den Analysen sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt: Bei welchen Keywords habe ich die größten Schwankungen der Conversion Rate? Gibt es Keywords, bei denen die User eher recherchieren als zur Mittagszeit zu kaufen? Welche Anzeigen laufen am besten zur Mittagszeit, welche am Nachmittag? Welche Landing Page läuft am besten zur Mittagszeit, wenn die User am besten konvertieren? Sollte ich zu Tageszeiten mit niedriger Conversion Rate mehr Informationen auf die Landing Page setzen, da die User recherchieren?

Natürlich wird durch eine stundengenaue Anpassung der Gebote nicht der Gewinn explodieren, aber es macht bei hohen Tagesausgaben absolut Sinn ein paar Experimente zu starten. Zumindest sollte man einmal die Anzeigenplanung testen, denn wie immer im Online Business heisst es: wenn ich es nicht mache, dann macht es mein Wettbewerber!

Gesunde Googler - 50 Kg Orangen am Tag

Der unangefochtene Star im Hamburger Googleplex ist seit ein paar Wochen die neue Saftmaschine! Pünktlich zum Winter gibt es eine halbautomatische Saftpresse, mit der sich jeder morgens einen frischen Orangensaft pressen kann. 3 Orangen sollen für ein Glas Saft reichen, was natürlich bedeutet, dass da jeden Tag eine Menge zusammenkommt.
Seit ein paar Tagen geht deshalb die Statistik herum, dass jeden Tag 50 Kg!! Orangen von Googlern zu Saft gepresst werden. Ich gehöre natürlich auch dazu und bin mal gespannt, ob die Saftpresse positive Auswirkungen auf den Krankheitsstand im Winter hat.

16. November 2007

Die Klickraten sinken - Änderung bei Content Anzeigen

Bis gestern war es möglich Anzeigen, die in Google´s Content Netzwerk ausgeliefert wurden, überall anzuklicken. Hintergrund, Headline, Textfeld, URL - alles war klickbar. Seit heute gilt das nicht mehr und es werden nur noch Klicks, die auf die Headline oder die URL gehen, gewertet.

Für Werbekunden bedeutet die Änderung, dass in den nächsten Tagen die Klickrate und somit auch die absolute Zahl an Klicks niedriger werden kann. Ich denke es ist aber eher von Vorteil, da durch die Änderung auch die Conversion Rate steigen sollte. Unter dem Strich wird die Effizienz der Anzeigen im Content Netzwerk höher werden und es wird sich in den nächsten Wochen durch Anpassung von Geboten wieder ein Marktgleichgewicht herstellen.

Als AdWords Kunde würde ich mir die Entwicklung bei meinen Content Targeting Kampagnen in den nächsten Tagen etwas genauer ansehen und auch ein paar Auswertungen machen, um die Veränderungen zu bewerten.

2. November 2007

Inside-SEM vs. Eisenbahnmuseum Chemnitz

Manchmal ist es schon frustrierend zu realisieren das man eigentlich keine Ahnung von SEM hat. Ich habe heute bemerkt, dass wenn man bei Google nach SEM sucht, mein Blog nur auf Platz 9 gerankt ist. Naja, ist ja eigentlich nicht so schlimm, aber dass sogar das Eisenbahnmuseum Chemnitz eine höhere Relevanz hat als mein Blog....das ist dann schon etwas frustrierend :)
Naja, immerhin habe ich die Schweizer Möbelindustrie geschlagen!

CPCs und Conversions in der Weihnachtszeit

So langsam ziehen die Umsätze an und viele Online Shops merken, dass das Weihnachtsgeschäft losgeht. In 2-3 Wochen ist dann der richtige Startschuss zu erwarten und das Online Geschäft wird voraussichtlich wieder einmal boomen. Bei Google spürt man das Weihnachtsgeschäft natürlich auch immer sehr gut und kann anhand von ein paar Kennzahlen erkennen, wann es richtig startet.

Der Chief Economist von Google, Hal Varian, hat auf dem offiziellen Google AdWords Blog eine interessante Auswertung vom letzten Jahr veröffentlicht. Demnach ging Ende November, pünktlich nach dem Thanksgiving, in den USA die Conversion Rate der AdWords-Kunden nach oben und hat den durchschnittlichen CPC mitgezogen. Obwohl der CPC deutlich ansteigt, sinken die Cost per Acquisition in der Vorweihnachtszeit, da die Conversion Rate stärker steigt als die CPCs.


Den Höhepunkt dieser Entwicklung konnte man Mitte Dezember beobachten und am 23.12. war wieder alles vorbei. Demnach ist das Weihnachtsgeschäft für Online Shops eine sehr profitable Zeit, jedoch lässt diese Auswertung auch eine neue Bewertung der CPAs zu. Wenn ich aus Erfahrung weiss, dass ich vor Weihnachten eine höhere Conversion Rate habe, kann ich mit den Geboten eventuell höher gehen und mich sogar vor meine Wettbewerber setzen. Wenn diese ihre Neubewertung nicht vornehmen, kann ich in den Wochen vor Weihnachten meinen Umsatz deutlich erhöhen und trotzdem sehr profitabel arbeiten. Und Google freut sich natürlich auch...:)

31. Oktober 2007

Quality Score transparent

Was wurde in der Vergangenheit nicht alles über den Quality Score gerätselt. Eigentlich war es nie wirklich schwierig ein AdWords-Konto für einen möglichst hohen Quality Score zu optimieren, nur wurde er oft als ein Mythos dargestellt. In der AdWords-Hilfe sind die einzelnen Faktoren nun recht transparent zu finden und es werden einige Punkte erklärt, die immer wieder für Fragen gesorgt haben. Es werden insgesamt 3 verschiedene Quality Scores erklärt:

Bei dem Mindestgebot für ein Keyword ist es wichtig zu verstehen, dass die im Konto angezeigte Klickrate nicht 1:1 mit dem Quality Score übereinstimmt. Impressions, die im Werbenetzwerk entstanden sind, werden zwar im Konto angezeigt, werden jedoch nicht für den Quality Score mit einbezogen. Interessant ist auch der Punkt Relevanz eines Keywords für seine Anzeigengruppe. Wer sehr große Anzeigengruppen mit vielen Keywords erstellt, sollte somit stets darauf achten, dass alle Keywords zum gleichen Thema gehören und nicht bunt zusammengewürfelt wurden.

Bei der Bestimmung der Anzeigenposition wird der Punkt "Relevanz des Keywords und der Anzeige für die Suchanfrage" erwähnt, was etwas anderes ist als Relevanz des Keywords für seine Anzeigengruppe. Des Weiteren werden hier ebenfalls keine Impressions aus dem Werbenetzwerk gewertet.

Beim dritten Quality Score, der für die Auslieferung im Content-Netzwerk relevant ist, spielt dagegen die Landing Page Quality eine größere Rolle. Des Weiteren ist die bisherige Klickrate einer Anzeige auf einer Seite des Content-Netzwerks sehr wichtig. Eine Anzeige muss sich hier zunächst durch eine gute Klickrate auf einer Content-Seite "beweisen" und wird bei einer guten Klickrate in Zukunft öfters ausgeliefert. Man muss also bei Content Targeting Kampagnen etwas mehr Geduld haben und die Kampagnen kommen erst mit der Zeit ins laufen.

24. Oktober 2007

Negatives beim Content Targeting

Bei den Search Kampagnen für Anzeigen, die auf Google und im Suchnetzwerk erscheinen, ist der Einsatz von Negatives recht einfach, da es sich tatsächlich um Wörter handelt, die als K.O.-Kriterium zählen. Wenn ich das Keyword reisen als Weitgehend passend gebucht habe, möchte aber nicht bei "reisen mallorca" erscheinen, so kann ich mallorca als Negative einbuchen.

Bei Content Targeting ist es etwas anders, da Negatives nicht als ein absolutes Kriterium gesehen werden. Wenn ich in dem Fall einer Reiseseite eine Anzeigengruppe für das Content Targeting erstelle und dort viele Keywords, die das Thema Reisen beschreiben, einsetze, kann es sein, dass ich auf einer Reiseseite über Mallorca erscheine, auch wenn ich als Negative das Keyword mallorca gebucht habe. Das Wort mallorca würde hier nur die Wahrscheinlichkeit einer Auslieferung der Anzeige senken. Wenn ich nun vermeiden möchte auf Mallora-Reiseseiten zu erscheinen, so kann ich entweder mehrere Negatives über das Thema Mallorca einbuchen, um dem System eindeutig zu zeigen, dass ich dort nicht erscheinen möchte oder ich muss die entsprechenden Websites ausschließen.

12. Oktober 2007

Empfehlenswerte Bücher

Zu einer guten SEM-Kampagne gehört natürlich noch viel mehr als sich mit Keywords und deren Conversions zu beschäftigen. Ich hatte heute schon einmal etwas über Landing Pages geschrieben, woran man sieht, dass es auch noch andere Themen neben AdWords-Kampagnen gibt, die mich interessieren.
Von Timo habe ich gerade seine neue Bibel von Avinash Kaushik, Web Analytics - An Hour A Day, empfohlen bekommen und lese zurzeit kreuz und quer die Kapitel. Ich denke das Buch ist wirklich eines der besten über Website Analyse und wird ein Standardwerk für alle, die sich mit dem Thema Tracking beschäftigen. Es gibt doch einige Punkte in dem Buch von denen ich noch nichts gehört hatte und es hat mir einige Ideen für die Optimierung von AdWords-Kampagnen gegeben.
Des Weiteren kann ich auch Web Usability von Usability Papst Jakob Nielsen empfehlen. Das Buch ist schon lange ein Standardwerk über Usability, nur hatte ich es bisher nicht gekannt. Ich denke es lohnt sich aber schon das Buch zu lesen, da man eine gewisse Sensibilität für User Experience bekommt, was auch wichtig für die Gestaltung von Landing Pages ist.

Woran erkennt man schnell ein schlechtes AdWords-Konto?

Da ich jeden Tag viele verschiedene AdWords-Konten sehe, habe ich schon ein gewisses Gespür dafür bekommen, wie man anhand von ein paar Punkten sehen kann, ob sich jemand mit AdWords auskennt und schon viel Arbeit in die Kampagnen gesteckt hat. Ein paar der Punkte sind:

  • die Kampagnen heissen noch immer z.B. Kampagne Nr.1 und wurden nicht den Produkten und Keywords angepasst.
  • es werden kaum verschiedene Matching Optionen verwendet und alles wird nur als "weitgehend passend" gebucht
  • es sind nur wenige Keyword-Kombinationen zu finden oder es wurden wahllos tausende von automatisch generierten Kombinationen hochgeladen, die zum großen Teil sinnlos sind
  • es werden keine Negatives verwendet
  • es wird jeweils nur 1 Anzeigentext in den Anzeigengruppen verwendet
  • die Anzeigentexte passen nicht zu den Keywords in den Anzeigengruppen, sodass es nicht zum Fettdruck kommt oder es wird stets nur Keyword-Insertion verwendet
  • das Content Netzwerk ist wie in der Standardeinstellung aktiviert, es wird jedoch kein separates Gebot abgegeben
  • wichtige Keywords, wie urlaub oder lastminute, werden gemeinsam in einer Anzeigengruppe gebucht - solche Keywords mit sehr vielen Suchanfragen sollten jeweils eigene optimierte Texte bekommen
  • im Protokoll der bisherigen Änderungen ist zu sehen, dass kaum an den Kampagnen gearbeitet wird
Einige der genannten Punkte machen im Einzelfall schon Sinn, pauschal kann man aber trotzdem sagen wenn diese Punkte alle erfüllt werden, handelt es sich nicht um das AdWords-Konto eines Experten.

Optimierung der Landing Page

Das Thema Landing Pages für AdWords Kampagnen ist nicht neu und sehr viele Kunden haben bereits Deep Links in die einzelnen Kategorien oder sogar eigene Landing Pages für Top-Keywords. Aber gibt es nicht noch weitere Optimierungspotenziale oder ist man bei Landing Pages bereits beim Optimum angekommen?

Ich denke, dass in Deutschland im nächsten Jahr das Thema Landing Pages und deren Optimierung einer der wichtigsten Punkte bei der Optimierung der AdWords Kampagne sein wird. Wer sich einmal Landing Pages in den USA anschaut hat, wird sehen, dass die Unternehmen dort schon viel weiter sind und seit langem die Websites optimieren. Werft doch mal einen Blick auf den Insurance Bereich in den USA auf Google.com: Unternehmen wie Progressive oder GEICO haben dort Landing Pages gebaut, die mit Sicherheit durch viele viele Tests optimiert wurden.
Auch bei Dating-Kunden wie Match.com oder eHarmony sind schöne Beispiele von richtigen Landing Pages, die über einfache Deep Links hinausgehen, zu finden.

Man kann zwar argumentieren, dass solche schlanken Landing Pages in Deutschland nicht so gut laufen werden, da die User recherchieren wollen, jedoch geht es nicht darum die Beispiele aus den USA zu kopieren, sondern zu verstehen, dass dort schon seit langem getestet und optimiert wurde.

Es wird also höchste Zeit sich mit multivariaten Tests zu beschäftigen und Tools wie den Website Optimizer einzusetzen. Hier liegt auf jeden Fall ein enormes Potenzial für die Conversion Rates und eine Chance die Wettbewerber zu überholen.

9. Oktober 2007

Sind alle wichtigen Vertipper dabei?

Die deutsche Rechtschreibung ist nicht einfach und das merkt man auch sehr gut bei der Auswertung von Suchanfragen. Was den SEOs schon seit langem bekannt ist, kam bei den AdWords-Experten bisher kaum an. Vertipper werden so gut wir gar nicht als Keyword gebucht und viele verlassen sich auch auf die automatische Auslieferung der Anzeigen über den Matching Type "weitgehend". Leider ist es nicht immer der Fall, dass meine Anzeige bei den einfachsten Vertippern erscheint und selbst bei Vertippern der Marke erscheinen oft nur Wettbewerber oder Affiliates.

Wenn ich nun merzedes als Keyword buche und jemand gibt tatsächlich diesen Vertipper bei Google als Suchbegriff ein, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Auslieferung meiner Anzeige höher, als wenn ich nur das Keyword mercedes mit dem Matching Type "weitgehend" gebucht habe.
Man muss natürlich nicht alle Vertipper die es gibt im AdWords-Konto buchen, jedoch macht es schon Sinn sich die wichtigsten Keywords anzusehen und hier Falschschreibweisen zu suchen.

Das gleiche gilt natürlich auch für meine Marke, da ich hier neben der richtigen Schreibweise auch die Vertipper buchen sollte. Wenn ich es selbst nicht mache, macht es bestimmt ein Wettbewerber oder Affiliate.

Interessant sind auch die Conversion Rates von Vertippern. Bei dem Suchbegriff singel ist die Conversion Rate zum Teil höher als bei der richtigen Schreibweise single. Das hängt natürlich immer von meiner Zielgruppe ab:)

2. Oktober 2007

PPC in einer Universal Search Welt

Langsam wird jeder mitbekommen haben, dass sich Google immer mehr in Richtung Universal Search bewegt und auch in Deutschland des öfteren Videos und Bilder in den Suchergebnissen auftauchen.

Spannend ist nun die Entwicklung der AdWords-Kampagnen, da man davon ausgehen kann, dass Ergebnisseiten in einer Universal Search Welt anders wahrgenommen werden als bisher. Auf Searchengineland ist ein sehr interessanter Artikel mit einer Eyetracking-Studie erschienen, der zeigt wie unterschiedlich User die Ergebnisseiten scannen, wenn zu den normalen Ergebnissen auch Videos oder Bilder erscheinen. Wir müssen wohl langsam Abschied nehmen von dem traditionellen F-Schema bei Eyetracking-Studien und auch die personalisierte Ausgabe der Suchergebnisse wird einen Beitrag leisten.

Wie wird sich das nun auf meine AdWords-Kampagne auswirken? Bisher konnte ich davon ausgehen, dass eine Anzeige, die auf Platz 1 bei den Top-3 Ergebnissen erscheint, als erstes wahrgenommen wird und somit auch die meisten Klicks bekommt. Wenn die User nun als erstes auf ein Video schauen und erst später nach oben sehen, wird eventuell sogar die Position 3 die interessanteste. Ich habe bisher noch keine Auswertungen gesehen, bin mir aber sicher, dass das Thema in den nächsten Monaten interessant wird.

Stanford AdFraud 2007 Workshop

Interessant finde ich auch die Präsentation von Dr. Kourosh Gharachorloo, dem Leiter des Ad Traffic Quality Engineering Teams von Google. Kourosh hat die ausführliche Darstellung über Klickbetrug beim Stanford AdFraud 2007 Workshop gezeigt.

Ich finde die Infos sehr interessant, muss aber sagen, dass die Präsentation nicht gerade für jeden aus dem Online Marketing verständlich ist. Also vielleicht kurz rüberschauen, denn es werden auch viele Missverständnisse über Klickbetrug erklärt.

Warum die Top-Position ein großer Reichweitenhebel ist

Es gibt nur wenige Adwords-Kunden, die 2 Kampagnen mit unterschiedlichen Marken haben, die im gleichen Markt laufen und ein vergleichbares Set an Keywords haben. Deshalb haben auch nur wenige das Phänomen erkannt, dass ich trotz fast identischer Keywordlisten bei einem Konto deutlich mehr Impressions bekommen kann als bei dem anderen Konto. Wenn beide Anzeigen in der Regel auf der Seite 1 gelistet werden, müsste in der Theorie eigentlich die Zahl der Impressions ähnlich sein.
Es kann jedoch dazu kommen, dass die Anzeigen in den höheren Positionen deutlich mehr Impressions bekommen und sich zum Teil ein Verhältnis von 1 zu 2 oder 1 zu 3 zeigt. Wie kann das passieren?

Die meisten Adwords-Kunden unterschätzen den großen Hebel des Matching Types "Weitgehend". Es ist schlicht unmöglich alle relevanten Suchanfragen als Keyword in der AdWords-Kampagne zu buchen, da ein großer Teil der Suchanfragen neu ist und vorher noch nie gestellt wurde. Wenn ich das Keyword singles gebucht habe, kann es sogar sein, dass meine Anzeige bei der Eingabe des Keywords flirten erscheint. Um bei diesen Synonymen zu erscheinen, muss das System eine gewisse Relevanz für die Anzeige erkennen. Der beste Massstab für Relevanz ist immer noch die Klickrate des Keywords.

Wenn ich nun bei dem Keyword singles auf den Top-Positionen stehe und eine sehr gute Klickrate habe, werde ich eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit haben bei Synonymen als relevant angesehen zu werden und meine Anzeige wird auch z.B. bei flirten ausgeliefert.

Wenn ich nun 2 verschiedene AdWords-Kampagnen habe und die eine Anzeige hat bei dem Keyword singles eine Klickrate von 7% und die andere nur von 3%, wird die erste Kampagne in der Regel deutlich mehr Impressions über den Matching Type "weitgehend" erhalten. Ich kann das sehr gut erkennen, indem ich das Keyword singles dreifach einbuche und jeweils unterschiedliche Matching Types verwende. Wenn die Theorie aufgeht, werde ich bei der ersten Kampagne den großen Unterschied der Impressions beim Matching Type "weitgehend" sehen.

Es lohnt sich deshalb manchmal bei einigen sehr allgemeinen generischen Keywords einen CPC zu zahlen, der für mich unrentabel ist, wenn ich dadurch eine deutlich höhere Reichweite bekomme als meine Wettbewerber.

23. August 2007

Live: Die neue Formel für Top-Positionen ist jetzt aktiv

Wie ich bereits vor ein paar Tagen geschrieben habe, ändert sich die Formel, die eine Promotion von Anzeigen auf die Top-3 Ergebnisse über dem Suchindex festlegt. Seit ein paar Stunden ist die Umstellung auch live und jeder sollte in seinen Berichten beobachten, ob es nicht irgendwo Einbrüche bei der Zahl der Klicks gibt oder durch eine Promotion auf die Top-Position viele zusätzliche Klicks kommen.
Beim zweiten Fall müsste noch ein Blick auf das eingestellte Tagesbudget der Kampagnen geworfen werden, da in einigen Fällen das Budget für den Tag nicht mehr ausreicht. Bei Vertriebsbudgets kann das natürlich ärgerlich sein.

20. August 2007

Allgemeine und spezifische Anzeigentexte

Vielen Dank nochmal an Klaas für einen weiteren Gastbeitrag zum Thema Anzeigentexte!


In fast jedem Konto gibt es Keywords, die so allgemein sind, dass man zwangsläufig sehr verschiedene User mit sehr verschiedenen Bedürfnissen erreicht. Beispiel: Sie verkaufen Artikel rund um das Thema Sonnenschutz – Rollos, Markisen, Jalousien, Sonnenblenden usw. Ein wichtiges Keyword für Sie ist also „sonnenschutz“. Nun sprechen Sie mit diesem Keyword alle potenziellen Kunden an – ohne schon zu wissen, um welche Produktkategorie es dem User geht. Immer wieder sieht man AdWords-Kunden dann starke Kompromisse eingehen und Texte wie diesen erstellen:

Jetzt zum Fachmann
Jalousien, Markisen, Rollos
Sonnenblenden usw. gibt es bei uns.
www.Ihre-URL.de

Die eierlegende Wollmilchsau: Sie versuchen alles unterzubringen, was man auf Ihrer Seite so finden kann. Das ist zwar irgendwie lobenswert, aber fast immer ineffektiv, denn die Folge ist, dass sich niemand so richtig von Ihrem Text angesprochen fühlt, sondern alle nur halb. Bedienen Sie allgemeine Keywords lieber mit allgemeiner gehaltenen Anzeigentexten. Machen Sie Lust auf Ihr Produkt, ohne gleich zu sehr ins Detail zu gehen und alle Vorteile aufzählen zu wollen. Stellen Sie dabei möglichst sicher, dass das Keyword auch im Anzeigentext vorkommt. Zum Beispiel so:

Der Sonnenschutz-Fachmann
Informationen und Produkte rund um
Sonnenschutz finden Sie bei uns!
www.Ihre-URL.de

Versuchen Sie sich in die Situation Ihres Kunden hineinzudenken – jemand, der mit allgemein gehaltenen Begriffen sucht, steht noch ganz am Anfang seiner Recherche und muss anders angesprochen werden als jemand, der schon kurz vorm Kauf steht und sehr gezielt nach bestimmten Produkten sucht. Deshalb sollte man von allgemeineren Keywords auch auf allgemeinere Seiten seiner Website verlinken als von spezifischen Keywords.

Unterschätzen Sie den Anzeigentext nicht! Er stellt einen der größten Hebel bei der Optimierung Ihrer Kampagne dar. Nutzen Sie dabei die Information, die Ihnen jeder User mit dem Keyword gibt, über das er zu Ihnen kommt. Allgemeineres Keyword – allgemeinerer Anzeigentext und allgemeinere Landing Page; spezifischeres Keyword – spezifischerer Anzeigentext und spezifischere Landing Page.

Effizienz durch Negatives steigern

Heute gibt es einen Gastbeitrag von meinem Kollegen Klaas Flechsig, der bei Google als Account Strategist arbeitet. Klaas ist bei allem was die Optimierung von Keywords, Anzeigentexten und Kontenstruktur angeht der Experte und kennt sich bei vielen Details besser aus als die meisten anderen Googler. Deshalb bin ich ihm dankbar für den Beitrag und freue mich schon auf die nächsten Artikel von ihm.

Zunächst mal herzlichen Dank an Lennart, mir hier einen Platz zur Verfügung zu stellen! Ich bin bei uns im Team für die Neuerstellung und Optimierung von AdWords-Kampagnen zuständig. Und immer wieder stellt man dabei fest, dass immer wieder dieselben Fehler auftauchen. Heute mal ein Wort zu Negatives (auch ausschließende Keywords genannt).

Was tut ein Negative? Es filtert den Traffic, der über Ihre Kampagne zu Ihnen kommt. Beispiel: Sie haben das Wort „anzeige“ als Keyword gebucht, weil Sie einen Kleinanzeigenmarkt betreiben und ihn bewerben möchten. Da Sie nicht die User erreichen wollen, die eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen, buchen Sie z. B. die Negatives „erstatten“, „polizei“ und „diebstahl“.

Grundsätzlich gilt: Es ist keine AdWords-Kampagne vorstellbar, die völlig ohne Negatives auskommt (einzige Ausnahme: Kampagnen, die nur Exact-Match-Keywords beinhalten). Selbst wenn Sie mit Ihrer Kampagne ein Maximum an Traffic erzielen möchten, brauchen Sie Negatives. Die Gefahr ist sonst, dass Ihre Anzeige bei Suchanfragen erscheint, für die sie irrelevant ist und nicht geklickt wird. Ihre Klickrate sinkt also – und in der Folge steigen Ihre CPCs und Ihre Anzeigen rutschen im Ranking nach unten, wodurch die Klickrate noch weiter sinkt. Und am Ende bekommen Sie dann weniger Traffic als mit Negatives.

Wie finde ich Negatives? Nutzen Sie das Keyword Tool in Ihrem AdWords-Konto. Geben Sie einfach mal Ihre wichtigsten Keywords ein und lassen Sie sich häufig gesuchte Keyword-Variationen vorschlagen. Dabei sind dann viele nützliche neue Keywords, die Sie buchen können, aber eben auch viele irrelevante, die Sie als Negatives buchen können. Ganz wichtig dabei: Buchen Sie keine relevanten Keyword-Bestandteile als Negatives ein. Um beim Beispiel zu bleiben: Buchen Sie nur „erstatten“, nicht aber „anzeige erstatten“. So kann unser System besser erkennen, wo sich bei Ihren Keywords die Spreu vom Weizen trennt.

Eine andere gute Möglichkeit: der Bericht zur Suchanfragenleistung. Gehen Sie ihn durch und identifizieren Sie irrelevante Suchanfragen, bei denen Ihre Anzeigen erschienen sind.

Also noch mal: Negatives sind ein unverzichtbarer Bestandteil von AdWords-Kampagnen. Deshalb: unbedingt Negatives buchen!

14. August 2007

Neue Formel für Top-Anzeigen

Letzte Woche wurde im AdWords-Blog bekanntgegeben, dass sich die Formel zur Promotion von Anzeigen auf die Top-3 Positionen verändern wird. Das Thema hört sich recht harmlos an, kann aber der Grund für deutliche Schwankungen im AdWords-Konto sein. Aus diesem Grund sollten die Konten in den nächsten Tagen genauer beobachtet werden und besonders die Anzeigenpositionen bei den Top-Keywords. Wenn ich plötzlich nicht mehr wie gewohnt unter den ersten 3 Anzeigen über den Suchergebnissen zu finden bin, kann natürlich immer noch gegengesteuert werden. Wenn ich es nicht merke, kann es zu starken Einbrüchen bei den Klicks kommen.

Also einfach etwas aufmerksamer die Positionen und Berichte beobachten und dann kann eigentlich nichts schief gehen.

Mehr Keywords mit dem Bericht zur Suchanfragenleistung

Wenn eine AdWords-Kampagne bereits seit einigen Wochen läuft kann man bequem mithilfe des Berichts zur Suchanfragenleistung neue Keywords finden. Wer keine Lust hat neue Keywords ins Konto einzutragen, sollte sich trotzdem mal einen Bericht erstellen, um zu sehen wie das Matching von Google funktioniert und was genau der Long Tail an Keywords ist.

Klar, zum Teil gibt es wirklich Verbindungen zwischen Keywords, die etwas skurril sind, aber in 99% der Fälle macht es schon Sinn. Yvonne von Iven & Hillmann hat mich sogar schonmal darauf hingewiesen, dass "penis vergroesserung" etwas mit "vertragsverlängerung" zu tun haben muss. Naja, wie das wohl zustande gekommen ist:)

Wie kann ich diesen Bericht nun effizient einsetzen, um neue relevante Keywords zu finden? Einfach einen Bericht im Berichcenter erstellen und als Excel-Datei speichern. Nun kann ich die Datei nach Zahl der Impressions sortieren und bekomme so eine Auflistung der Top-Suchanfragen. Wenn ich nun über einen Filter nur Keywords, die aufgrund des Übereinstimmungstyps "Weitgehend" ausgeliefert wurden, anzeigen lasse, sehe ich welches die Top-Synonyme sind. Hier kann ich schnell entscheiden, ob diese Keywords für mich relevant sind und ob ich sie in meine Kampagne mit aufnehmen sollte, um spezifischere Anzeigentexte schreiben zu können.
Das gleiche Prinzip funktioniert auch mit Anzeigen des Übereinstimmungstyps "Wortgruppe", da ich hier Kombinationen finden kann, die ich bisher noch nicht gebucht habe.

Alle Keywords sollten auf keinen Fall in die AdWords-Kampagne übernommen werden, da sie viel zu selten gesucht werden. Bei Keywords mit hohem Suchvolumen macht es aber absolut Sinn.

Mit Analytics lässt sich bei den tatsächlichen Suchanfragen auch auswerten, ob die Conversion Rate und die Kosten der Conversion dem Ziel entsprechen. So können viele neue relevante Keywords gefunden werden.

13. August 2007

Vorsicht beim Long Tail!

Wer hat denn schonmal in seinem AdWords-Konto einen Platzierungsbericht erstellt? Ich denke es sind noch immer nicht sehr viele, obwohl er nicht nur viel für die Optimierung bringt, sondern auch sehr interessant ist. Es sind dort Websites zu finden, die man als „normaler“ Surfer nie zu sehen bekommt und man lernt den Begriff Longtail an Websites mal richtig kennen. Vom Ziegen-Treff bis zum Bananenkönig ist dort alles zu finden.

Die erste Reaktion ist meisten: „Meine Güte, was sind das nur alles für Seiten?“ und schon werden die ersten Websites aus der Kampagne ausgeschlossen. Wer macht sich schon daran die Content Targeting Kampagne zu optimieren und mehr Klicks von relevanten Seiten zu bekommen, wenn es doch so einfach ist erstmal hunderte von Seiten auszuschließen? Bei ein paar Seiten kann ich es auch verstehen, nur wird es problematisch wenn ich alle Seiten, die zurzeit keine guten Conversions liefern, ausschließe.

Als Resultat gibt es nach ein paar Tagen eine Liste von hunderten Websites, auf denen die Anzeigen nicht mehr ausgeliefert werden. Hier kann es langfristig aber problematisch werden, wenn der Kreis der ausgeschlossenen Websites zu groß ist. Das Wettbewerbsumfeld ist sehr dynamisch und auch Websites verändern sich laufend. Eine Seite mit heute 1.000 Besuchern am Tag kann in 6 Monaten bereits 50.000 am Tag haben. Wenn ich nun auf solchen Seiten nicht erscheinen möchte, überlasse ich eventuell meinen Wettbewerbern das Feld und sie bekommen viele günstige Klicks.

Websites sollten also nur vorsichtig ausgeschlossen werden und die Liste kann auch regelmäßig überprüft werden. Eine Seite, die einmal ausgeschlossen wurde, sollte nicht für immer auf der Blacklist stehen, sondern von Zeit zu Zeit wieder aufgenommen werden.

Falsche Conversion Rate?

Warum steht mein Top-Wettbewerber eigentlich bei den AdWords-Anzeigen immer über mir, obwohl ich mit dem CPC schon so weit hochgegangen bin, sodass sich die AdWords-Kampagne kaum noch rechnet? Zahlt er drauf? Hat er vielleicht eine Quersubventionierung durch andere Projekte? Oder sind die Anzeigentexte einfach so viel besser, dass die Klickrate deutlich höher ist?

Es kann hier viele Gründe für eine höhere Position geben und meistens liegt es tatsächlich einfach an einer besseren Klickrate durch starke Marken oder gute Anzeigentexte.

Manchmal liegt die Antwort aber auch in der Berechnung der Conversion Rate der AdWords-Kampagne, da oft von einer falschen Conversion Rate ausgegangen wird.

Die Conversion Rate sollte in der Regel nicht einfach pauschal für die Website berechnet werden, sondern nur für Besucher, die über die AdWords-Kampagne gekommen sind. Oft sind Klicks, die über AdWords gekommen sind, wertvoller als Klicks aus dem Suchindex. Um die AdWords-Kampagne genau zu bewerten, muss hier eine separate Conversion Rate genommen werden, aufrgrund derer auch die maximalen Klickpreise berechnet werden können. Wer hier eine genaue Kalkulation aufstellt, wird schnell feststellen, dass die Klicks wertvoller sind als bei vielen anderen Quellen.

Mit einem ungenauen Tracking werden oft Besucherzahlen angegeben, die die eigenen Besuche und eventuell sogar die von Suchmaschinen-Crawlern beinhalten. Mit diesen Daten wird die Conversion Rate dann viel zu gering berechnet und ich kann deshalb bei den Geboten meiner Wettbewerber nicht mithalten.

Timo hat in einem Artikel auf seinem Blog beschrieben, wie ich bei Google Analytics mit einem Filter nur die Besucher, die über AdWords gekommen sind, angezeigt bekomme. Mit diesen Daten kann ich nun hervorragend eine exakte Conversion Rate berechnen und werde schnell sehen, wie hoch ich mit meinen Geboten wirklich gehen kann.

Viel Spass beim Experimentieren!

23. Juli 2007

AdWords Lokalisierung: Änderung bei Umlauten

Wie schnell sich das AdWords-System ändert sieht man mal wieder an dem Umgang mit Umlauten. Vor 3 Monaten habe ich noch geschrieben, dass man für Wörter mit Umlauten auch spezielle Anzeigentexte für die Schreibweise ohne Umlaute erstellen sollte. Als Beispiel kann man das Wort Singlebörse nehmen. Wenn man einen Anzeigentext auf das Wort singlebörse so optimiert hat, dass dieses Wort mehrmals im Text vorkommt, wird es bei der Eingabe von "singlebörse" bei Google auch fett angezeigt. Wenn ein User nun "singleboerse" bei Google eingibt, wird die Anzeige zwar ausgeliefert, das Wort "singlebörse" aber nicht fett gedruckt.

Das hat sich jetzt geändert und auch im 2. Fall würde das Wort "singlebörse" im Anzeigentext fett angezeigt werden. http://www.google.de/search?hl=de&q=singleboerse&btnG=Google-Suche&meta=

Also können die Anzeigentexte nun wieder abgeändert werden, da die Schreibweise mit Umlauten in der Regel schöner aussehen. Es gibt also weiterhin viel zu optimieren!

PPA - Cookies

Das PPA-Modell von Google läuft nun schon seit einiger Zeit und viele AdWords-Kunden haben bereits erste Erfahrungen gesammelt. Es kamen jedoch immer wieder Fragen zum Cookie bei den PPA Anzeigen auf. Wie lange ist der Cookie gültig? Welcher Cookie zählt? Wie sieht es aus mit Cookie-Überschreibungen bei AdWords-Anzeigen?
Also in einer kurzen Zusammenfassung gibt es diese 3 Versionen:

  • ein User klickt auf einer Publisher-Seite auf eine PPA-Anzeige und bekommt den Cookie gesetzt. Später klickt er nochmal auf Google.de auf eine AdWords-Anzeige des gleichen Kunden und schließt anschließend einen Kauf ab. Es wird hier nur der Klick auf die AdWords-Anzeige berechnet und nicht die Provision für den Publisher.
  • ein User klickt auf der Seite des Publishers A auf eine PPA-Anzeige. Er kauft jedoch nicht sofort, sondern surft etwas weiter und klickt auf der Seite von Publisher B erneut auf eine PPA-Anzeige des gleichen Werbekunden. Anschließend schließt er einen Kauf ab und der Publisher B bekommt die Provision gutgeschrieben.
  • ein User klickt auf einer Publisher-Seite auf eine PPA-Anzeige und bekommt den Cookie gesetzt. Später klickt er nochmal auf Google.de auf ein Index-Ergebnis des gleichen Kunden und schließt anschließend einen Kauf ab. Da der Google-Index kein Werbemittel ist, wird der Cookie nicht überschrieben und der Publisher erhält die Provision.
Der Cookie hat eine Laufzeit von 30 Tagen und der AdWords-Kunde ist für alle Aktionen, die innerhalb der nächsten 30 Tage ausgeführt werden, verantwortlich.

Platz 6 bei Mister-Wong

Wow, da habe ich wirklich gestaunt! Inside-SEM ist bei den Blogcharts von Mister-Wong im Juli auf Platz 6 gelandet. Vielen Dank an alle Leser und vor allem dem Mediadonis für den Hinweis :)

16. Juli 2007

Anzeigentexte systematisch optimieren

Der größte Hebel für die Optimierung des Quality Scores ist der Anzeigentext. Ein für das Keyword individuell erstellter Anzeigentext wird in der Regel eine höhere Klickrate haben und somit die Position der Anzeige erhöhen oder den CPC senken. Wer den ganzen Tag im AdWords-Konto arbeitet, verliert aber schnell den Überblick und weiss nicht mehr wo man beim Optimieren anfangen soll.

Am besten geht man hier systematisch vor und fängt von oben bei den Top-Keywords an:

- Bericht über die Keywordleistung vom letzten Monat erstellen und die Keywords nach der Zahl der Impressions sortieren.
- Von oben anfangen und die Keywords mit den meisten Suchanfragen bei Google in der Anzeigenvorschau eingeben.
- Ist der eigene Text auf dieses Keyword optimiert und wird das Keyword mindestens 1 Mal fett gedruckt?
- Wenn das gesuchte Keyword nicht 1-3 Mal fett erscheint, sollte das Keyword in eine neue Anzeigengruppe gesetzt werden und einen eigenen Anzeigentext bekommen.

So können systematisch die Anzeigentexte besser auf die Top-Keywords ausgerichtet werden. Das Prinzip scheint eigentlich offensichtlich zu sein, nur wird es bisher kaum durchgeführt. Jeder wird in seinen Keyword-Berichten einzelne Suchanfragen finden, für die der Text nicht optimiert ist.

Dieser Prozess sollte nun regelmäßig durchgeführt werden und man wird schon bald eine Verbesserung der Klickraten erkennen.

12. Juli 2007

Anzeigenvorschau im neuen Gewand

Seit kurzem hat die Anzeigenvorschau von Google neue Funktionen. Unter www.google.de/adpreview können die AdWords-Anzeigen getestet werden ohne Impressions oder Klicks zu verursachen. Bisher ging eine einfache Anzeigenvorschau über diese Seite, bei regionalen Kampagnen gab es allerdings Probleme. Man konnte zwar über die Änderungen von Parametern in der URL einen geographischen Ort angeben, es war aber nicht gerade selbsterklärend.

Mit den neuen Funktionen können Anzeigen in verschiedenen Ländern, Regionen, Städten oder auch Koordinaten getestet werden.

Wer regelmäßig die Positionen der eigenen Anzeigen überprüfen will, sollte auf jeden Fall AdPreview nutzen.

10. Juli 2007

Das Rätsel der Anzeigenauslieferung

Auf dem offiziellen AdWords-Blog wurde letzte Woche ein Beitrag veröffentlicht, der bestimmt für viele AdWords-Nutzer interessant ist. Es werden ein paar Gründe aufgelistet warum es sein kann, dass die eigenen AdWords-Anzeigen nicht erscheinen. Es gibt zwar im Konto das Anzeigen-Diagnosetool, das hier schon viele Hinweise liefert, jedoch scheint es noch nicht jeder im Konto gefunden zu haben.

Wenn ich nach meinen eigenen Anzeigen suche und die Anzeigen erscheinen nicht, kann einer der folgenden Punkte die Ursache sein:


1. Die Anzeigen wurden abgelehnt.
2. Das Keyword für die entsprechende Anzeige hat eine schlechte Klickrate und wurde inaktiv für die Suche.
3. Die Anzeige erscheint nicht auf der ersten Seite, da andere Anzeigen durch die Auktion besser gelistet werden.
4. Die Anzeige erscheint aufgrund von Veränderungen im Wettbewerbsumfeld auf einer niedrigeren Position.
5. Die Anzeigen sind regional geschaltet und meine IP-Adresse wird nicht einer der gewählten Regionen zugeordnet.
6. In den Kampagneneinstellungen wurde eine andere Sprache gewählt als ich auf der Google-Website eingestellt habe.
7. Das Tagesbudget wurde bereits erreicht.
8. Das eingegebene Tagesbudget ist niedriger als das von Google empfohlene Tagesbudget. Die Anzeige erscheint deshalb nur unregelmäßig.
9. Es wird die Anzeigenplanung verwendet und zurzeit soll die Anzeige aufgrund der Einstellungen nicht laufen.
10. Das AdWords-Konto wurde noch nicht aktiviert.

Meistens klärt es sich dann ganz schnell und die Ursache wird gefunden.

Aber was ist wenn ich die Anzeigen meiner Wettbewerber nicht sehe? Das kann natürlich auch aufgrund der 10 Punkte passieren oder mein Wettbewerber hat meine IP-Adresse blockiert. Tja, sowas soll es in der heutigen Zeit auch öfters geben.

9. Juli 2007

TGIF mit Prof. Mario Fischer

TGIF (Thank God It´s Friday) hat bei Google weltweit Tradition und wird jeden Freitag um 16 Uhr gefeiert. Am letzten Freitag hatten wir einen prominenten Referenten, der einen Vortrag über Online-Marketing gehalten hat:
Prof. Mario Fischer von der FH Würzburg hat eine Stunde lang sehr unterhaltsam über Usability und die Auswirkungen auf das Online Marketing gesprochen. Bekannt wurde Prof. Fischer nicht nur durch seine zahlreichen Vorträge und Studien, sondern besonders durch das Buch Website Boosting, das ich persönlich für eines der besten Bücher über Online-Marketing halte.

Besonders die vielen Beispiele von sehr bekannten Websites, die sich grobe Schnitzer in Sachen Usability leisten, waren wirklich interessant. Nebenbei hat er es drauf die Beispiele so durch den Kakao zu ziehen, dass es definitiv auch Entertainment war. Nur als er ein paar Fehler auf den Google-Seiten gezeigt hatte wurde es etwas ruhiger:) Vielen Dank für den Vortrag!

Die vielen Beispiele haben aber wieder gezeigt, dass eine gute Usability einer der größten Hebel für eine erfolgreiche AdWords-Kampagne ist. Wenn die Conversion Rate auf der eigenen Website niedriger ist als die der Wettbewerber, kann eine AdWords-Kampagne noch so gut sein, die Wettbewerber werden immer einen Vorteil haben.

Aus diesem Grund macht es wirklich Sinn Landing Pages einzusetzen und durch Tools wie den Website Optimizer zu optimieren. Eine Verbesserung der Conversion Rate kann bereits durch minimale Änderungen erfolgen und zahlt sich am Ende finanziell aus.

3. Juli 2007

Transparenz oder Reichweite - Synonyme bei AdWords

Google hat in den letzten Wochen einige Schritte in Richtung Transparenz gemacht. Der Platzierungsbericht, die Suchanfragenleistung oder die Anzeige des Quality Scores sind nur erste Schritte zu mehr Transparenz. Doch ist diese Transparenz immer von Vorteil?

Durch den Matching Type "Weitgehend" werden die Anzeigen auch bei Synonymen ausgeliefert, die dem gebuchten Keyword ähnlich sind. Der Bericht zur Suchanfragenleistung zeigt zum Teil bei welchen tatsächlichen Suchanfragen die Anzeigen ausgeliefert werden, wozu auch die Synonyme gehören.
Wenn das nicht gewünscht ist, können die Keywords alle mit dem Matching Type "Wortgruppe" gebucht werden, was dafür sorgt, dass nicht mehr bei Synonymen ausgeliefert wird. Zum Beispiel kann ich bei der Buchung des Keywords fahrrad als "Weitgehend" auch bei der Eingabe des Keywords mountainbike ausgeliefert werden. Buche ich das Keyword "fahrrad" nun als "Wortgruppe" ein, werde ich nicht mehr bei mountainbike ausgeliefert.

Das führt natürlich zu deutlich mehr Transparenz, was einigen Marketingleitern bestimmt gefallen wird. Auf der anderen Seite wird ein großer Teil der Klicks verpasst, da es einfach nicht möglich ist mit einer AdWords-Kampagne alle möglichen Suchanfragen abzudecken. Das Verhalten der User wird hier eigentlich immer unterschätzt.

Es muss in jedem Einzelfall abgewogen werden was wichtiger ist - Transparenz oder Reichweite.

Mehr Besucher aus den Content-Kampagnen

Es ist eigentlich immer einfacher Kampagnen für das Content-Netzwerk aufzusetzen als für die Google-Suche. Sehr viele Keywords werden in eine Anzeigengruppe gesteckt, ein Standard-Anzeigentext hochgeladen und los gehts.

Bisher ging es eigentlich ganz gut und es konnten viele Klicks generiert werden. Leider wird dadurch trotzdem noch ein großer Teil der potenziellen Klicks verschenkt, da nur wenige Keywords aus einer Anzeigengruppe vom Google-System überhaupt betrachtet werden. Um das Thema einer Anzeigengruppe zu erkennen, werden nicht alle Keywords benötigt, sondern nur ein Teil. Wenn nun eine Anzeigengruppe aufgebrochen und die Keywords in Anzeigengruppen zu jeweils 10-15 Keywords unterteilt werden, wird die Zahl der Impressions in der Regel deutlich steigen.

Also am besten ins AdWords-Konto gehen und nachschauen, ob in den Anzeigengruppen für Content-Targeting sehr viele Keywords vorkommen. Falls ja, sollten die Anzeigengruppen neu gestaltet werden.

20. Juni 2007

10 Tipps fürs Content Targeting

Wer mit seinen AdWords-Anzeigen nicht nur bei Google und im Suchnetzwerk erscheinen will, kann einfach bei den Kampagneneinstellungen die Option Content-Werbenetzwerk auswählen. Bei neuen Kampagnen ist die Option bereits per Default eingestellt.
Wer aus seinen Content-Targeting Kampagnen noch mehr herausholen will, sollte beachten, dass das Werben hier grundsätzlich anders funktioniert als eine einfache Kampagne für das Suchnetzwerk. 10 Tipps, die beachtet werden sollten, um auf eine hohe Reichweite zu kommen und dabei die Kosten im Griff zu behalten:

1. Erstelle eine separate Kampagne für das Content Targeting und schalte über die Einstellungen die Google-Suche und das Suchnetzwerk aus.
2. CPC-Gebote sollten individuell für das Content Targeting festgelegt werden und sind von den anderen Kampagnen losgelöst.
3. Erstelle kleine Anzeigengruppen mit nur wenigen Keywords, die sehr eng gefasst sind und ein Thema beschreiben.
4. Die Performance der Kampagne sollte auf jeden Fall mit einem Tracking Tool überwacht werden.
5. Verwende wichtige Keywords mehrfach. Ein wichtiges Keyword kann in verschiedenen Anzeigengruppen vorkommen. Es gibt hier nicht wie bei den Kampagnen für die Google-Suche Konflikte.
6. Verwende keine Vertipper-Keywords.
7. Erstelle eigene Anzeigentexte. Die User im Content-Netzwerk sind eher am recherchieren und sollten deshalb über die Texte anders angesprochen werden als bei der Google-Suche.
8. Behalte eine einheitliche Botschaft bei den Keywords und dem Anzeigentext. Die Keywords in der Anzeigengruppe sollten thematisch zum Anzeigentext passen.
9. Es sollten die Seiten, auf denen die Anzeigen erscheinen, sorgfältig nach Performance ausgewertet werden.
10. Websites mit hohen Kosten und wenig Conversions sollten über die Tools ausgeschlossen werden. Für die Top-Seiten mit sehr guten Conversion-Raten und niedrigen Kosten sollten die Gebote angepasst werden, damit man noch mehr Klicks erhält.

Viel Spass beim Optimieren!

Die IP-Adresse meiner Wettbewerber

Google hat vor einigen Tagen ein Tool zum Ausschlus von IP-Adressen gestartet. Da schon jeder Blog darüber berichtet hat, werde ich das Tool nicht auch noch erklären.
Es handelt sich hier auch um ein Tool, das ich bisher noch nie nutzen musste. Da ungültige Klicks automatisch nicht gezählt werden, sollte es auch nicht so einfach für einen Wettbewerber sein die Anzeigen der Konkurrenz mehrmals hintereinander anzuklicken und somit die Kosten in die Höhe treiben. Für einige AdWords-Kunden, die nur sehr niedrige Ausgaben haben, kann jeder falsche Klick schmerzhaft sein. Doch wie kann ich herausbekommen, ob auch wirklich einer meiner Wettbewerber auf die Anzeigen klickt?

Am besten nutzt man hier Analyse- und Tracking-Tools, um unnatürliches Verhalten auf der Website zu identifizieren. Ein Blick in die Logfiles kann dann die jeweilige IP-Adresse ausfindig machen. Ein paar weitere Tricks sind auf der Seite PPCLab beschrieben, da sich nicht jeder Wettbewerber so leicht entdecken lässt.

15. Juni 2007

Eye Tracking: In China gibt es kein "F"

Eye Tracking Studien sind nach wie vor angesagt und werden gerne zitiert. Man kann zum Teil seine Gebotsstrategie aus dem Blickverlauf der User schließen und auch Agenturen nutzen gerne die graphisch aufgewerteten Heat Maps, um den Kunden zu zeigen, dass sie bei AdWords auf den Top-3 Positionen stehen müssen.
Die Agentur Enquiro hat eine neue Eyetracking-Studie vorgestellt, in der der Blickverlauf der amerikanischen User mit chinesischen Usern verglichen wird. Die Studie hat einige interessante Ergebnisse hervorgebracht:

- In China werden die Suchergebnisse nicht nach dem bekannten F-Schema gescannt, sondern gehen verstärkt in die Breite.
- In den USA bleiben die User 8-10 Sekunden auf der Seite mit den Suchergebnissen. In China bleiben sie 30-55 Sekunden.
- Auf Google.cn werden die Ergebnisse ca. 30 Sekunden lang gelesen, auf Baidu 50 Sekunden.

14. Juni 2007

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft des Quality Scores

Der Google AdWords Evangelist Frederick Vallaeys hat in einem Interview einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Quality Scores und der Landing Page Quality gegeben.
Im ersten Teil ist besonders das Thema "freshness" des Seiteninhalts ein interessantes Thema, wobei dieser Faktor bisher nicht bei AdWords berücksichtigt wurde.
Im zweiten Teil werden die Themen "Back-Button rate" und "landing page Keywords missing" erwähnt.
Auf deutsch bedeutet die Back-button rate, die Rate der User, die gleich nachdem sie bei Google auf eine Anzeige geklickt haben, wieder auf den Back-Button im Browser klicken, da sie nicht die gesuchten Informationen auf der Seite gefunden haben. Je höher diese Rate ist, desto schlechter wird die jeweilige Website beurteilt.

Mit "landing page Keywords missing" wird gemeint, dass auf der Landing Page einer AdWords Anzeige kein Thema behandelt wird, das mit dem eingegebenen Keyword und dem Anzeigentext übereinstimmt.

Frederick sagt zwar nicht, ob diese Punkte zurzeit für die Landing Page Quality relevant sind, jedoch sind es zumindest Punkte, bei denen diskutiert wird sie in den Quality Score für die Landing Page aufzunehmen.
Es werden in Zukunft auch noch mehr Informationen über die Landing Page Quality im Adwords Konto verfügbar sein. Ich bin gespannt!

13. Juni 2007

Content Targeting optimieren mit dem Platzierungsbericht

Wenn die ersten Auswertungen des Platzierungsberichts erstellt wurden und der Schock über die große Anzahl an Seiten überwunden ist, kann der Bericht auch sehr gut zur Optimierung genutzt werden.

Bei eingeschaltetem Conversion Tracking werden für jede Domain auch die Kosten pro Conversion angezeigt. Es kann also schnell gesehen werden welche Websites für mich sehr gut laufen und welche nur hohe Kosten verursachen. Die schlechtesten Seiten können über die Tools ausgeschlossen werden. Natürlich würde Google diesen Report nicht nur veröffentlichen damit AdWords Kunden Websites des Content Netzwerks ausschließen, sondern auch damit man sich verstärkt auf die guten Seiten konzentrieren kann.

Hierzu sollten die Anzeigengruppen für das Content Targeting viel enger gefasst werden und nur ein paar Keywords beinhalten. Angenommen ich habe 200 Keywords in einer Anzeigengruppe, so ist es für mich sehr schwierig herauszubekommen welche Keywords für die Schaltung von Anzeigen im Content Netzwerk die wichtigsten sind. Habe ich dagegen nur 5 Keywords in der Anzeigengruppe (dafür aber entsprechend mehr Anzeigengruppen), kann ich diese ganz anders optimieren. Sehe ich in einer Anzeigengruppe, dass dort sehr gute Conversions erzielt werden und ich habe auch die entsprechenden Websites identifiziert, kann ich über die Gebote versuchen genau hier mehr Klicks zu bekommen.

Klappt eigentlich immer ganz gut und es gibt mir natürlich auch ein besseres Gefühl wenn ich weiss auf welchen Seiten meine Anzeigen erscheinen und ob diese Seiten auch zu meiner Marke passen.

Die Blackbox Content Netzwerk öffnet sich etwas

Bisher war es für AdWords Kunden, die neben Google.de auch im Content Netzwerk werben, nur sehr schwer herauszubekommen auf welchen Seiten die Anzeigen erscheinen. Es gab also nur die Möglichkeit das Content Netzwerk zu aktivieren und über die Gebote zu optimieren, ohne die tatsächlichen Domains zu kennen.
Google hat jetzt einen Platzierungsbericht veröffentlicht, in dem detailliert alle Websites aus dem Content Netzwerk aufgelistet werden, auf denen die Anzeigen meiner AdWords Kampagne gelaufen sind.

Wer sich zum ersten Mal einen Bericht erstellt, wird bestimmt erstaunt sein wie viele verschiedene Domains hier erscheinen und wird verstehen wie wichtig der Longtail ist. Es gibt zwar in jedem Bereich ein paar "Stars" unter den Websites, jedoch zusätzlich auch eine sehr lange Liste an kleinen Seiten mit geringem Umsatz. Für SEOs wird es bestimmt auch interessant zu sehen auf welchen Seiten viel AdSense Umsatz fliesst.

Der Bericht wird schrittweise freigegeben und sollte in ein paar Tagen in jedem AdWords-Konto freigeschaltet sein. Viel Spass bei stöbern:)

11. Juni 2007

AdWords Arbitrage von Pepperjam

Kris Jones von Pepperjam hat einen sehr guten Artikel über Search Arbitrage geschrieben. Die Kombination von Affiliate Kampagnen und AdWords ist für viele noch immer sehr profitabel, obwohl die Luft wieder etwas dünner geworden ist.

Die Punkte von Kris sind wirklich gut zusammengefasst und ich denke viele Affiliates werden weiterhin an ihren Seiten basteln, sodass sich auch in Zukunft das Arbitrage Geschäft lohnt. Die Qualität muss aber mit Sicherheit steigen!

Feedback

Als ich vor 2,5 Monaten mit diesem Blog gestartet bin, war die eigentliche Idee ein paar Fragen und Themen, die ich täglich mit Kunden bespreche, hier noch einmal für alle aufzuschreiben. Natürlich ist es klar, dass man als Google Mitarbeiter nicht unerkannt im Web bleibt, jedoch hätte ich nicht mit so vielen Lesern gerechnet. Gerade in den letzten Wochen ging die Zahl der Besucher deutlich nach oben und ich habe sehr viel Feedack bekommen.
Da ich bisher fast nur Mails mit positivem Feedback bekommen habe, war ich dankbar, dass bei einigen Blogs, wie z.B. Basic Thinking etwas negatives Feedback aufgekommen ist.

Da die Leser offensichtlich nicht nur Herdcore-SEMer sind, würde mich auch interessieren was andere denken. Ist das alles unverständlich was ich schreibe oder total langweilig, da nichts neues? Schreibt mir einfach mal, ich bin mal gespannt auf etwas ehrliches Feedback:)

Alle lieben den Website Optimizer!

Habt Ihr schon einmal den Website Optimizer, oder auf Deutsch: Website-Optimierungstool, getestet? Wer nicht weiss was das ist, kann einmal in seinem AdWords-Konto bei der Kampagnenverwaltung nachsehen. Dort gibt es ein Feld mit dem Website-Optimierungstool. Vielleicht ist die Beschreibung der Implementierung für einige etwas abschreckend, jedoch ist es für HTMler alles andere als schwer. Mit dem Tool kann die Landing Page nach diversen Zielen optimiert werden.

Ein paar der Google Fans und Freaks haben das Tool bestimmt schon längst getestet und ihre Websites optimiert, wobei sich die Masse der AdWords-Kunden noch nicht daran gewagt hat.

Ich kann aber nur sagen: Testen! Das Tool ist wirklich klasse und die ersten Ergebnisse sind beeindruckend. Unternehmen, bei denen ich dachte sie hätten bereits eine Top-Website, haben noch einmal richtig viel herausgeholt. Mittlere 2-stellige Steigerungen der Conversion Rate sind keine Seltenheit.

Auch wer keine Lust hat sich mit dem Tool zu beschäftigen, muss aber damit rechnen, dass sich seine Wettbewerber das Tool etwas genauer ansehen. Da es kostenlos ist, wird bestimmt irgendjemand in der Branche ein paar Tests machen und dadurch vielleicht einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Die Qualität der Websites wird dadurch bestimmt deutlich gesteigert - und der Wettbewerb auch!

Content, Content, Content

Obwohl sich Google weiterhin in einem enormen Tempo entwickelt, scheint es mir als ob es zurzeit einen Relaunch des vor langer Zeit gestarteten Content-Netzwerks gibt. Wenn mich jemand fragt was zurzeit den größten Fokus bekommt, muss ich sagen: Content Targeting, also die Schaltung von AdWords-Anzeigen auf Partner-Websites. Einst abgeschrieben und unbeliebt, haben sich in den letzten Monaten wieder fast alle mit dem Thema beschäftigt.

Einige Unternehmen laufen mit ihrer AdWords-Kampagne bereits auf einem sehr hohen Niveau und suchen nach weiteren Wegen zur Steigerung des Klickvolumens. Das Content Targeting funktioniert wieder und kann immer besser ausgesteuert werden.

Die Qualität der Partnerseiten ist besser geworden und es lässt sich immer besser aussteuern auf welchen Seiten die Anzeigen erscheinen. Durch ziemlich kleine Anzeigengruppen, eigenen Anzeigentexten und extra für das Content Targeting gebaute Landing Pages, kann zum Teil ein enorme Steigerung der Zahl der Klicks erreicht werden.

Die SEOs und andere Publisher freuen sich bestimmt über die AdSense Umsätze und ich bin mir sicher, dass Seiten mit guten Inhalten in Zukunft noch höhere AdSense Umsätze machen werden. Wenn es nach mir geht werden in den nächsten Monaten noch viel mehr Euros bei den Partner-Websites untergebracht werden:)

5. Juni 2007

Google Developer Day in Hamburg

Letzte Woche gab es ja, wie von Timo angekündigt, in Hamburg den Developer Day. Da ich kein Techie bin, habe ich mich dort auch nicht hingetraut und hätte bestimmt auch nicht viel verstanden.
Für alle die sich mit Google Maps, Earth, API usw. beschäftigen oder gerne sehen wollen in welche Richtung sich Google bewegt, gibt es bei Youtube jetzt alle Präsentationen zum ansehen.

Ein paar davon sind wirklich klasse und besonders die ganzen Maps mashups bieten bestimmt neue Ideen für Websites. Es gibt auch noch viele weitere Videos von Developer Days aus anderen Ländern, wobei Google oft mehr erzählt, als man gewohnt ist. Aber bevor sich die SEOs freuen: Über den Algorithmus wirt nichts verraten.

Manchmal braucht man kreative Pausen

Nachdem ich in den ersten Wochen nach dem Start von Inside-SEM doch recht viele Artikel geschrieben habe, ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig gewesen. Das liegt nicht daran, dass bei Google nichts passiert, keine Updates herauskommen und keine Firmen gekauft werden, sondern eher an meinem Urlaub. Nach 2,5 Wochen Südafrika kamen dann noch ein paar Tage Dublin hinzu und schon liegt ein Blog brach.
Ich habe dazu noch ein paar Tage gebraucht um mich mit allen Google News vetraut zu machen, sodass es jetzt wieder los gehen kann.

3. Mai 2007

Warum der beste Anzeigentext nicht gleich der beste Anzeigentext sein muss!

In jeder Anzeigengruppe sollte man am besten 3-4 Anzeigentexte laufen lassen, die im gegenseitigen Wettbewerb stehen. Mal läuft der Text mit der Keyword-Insertion am besten, mal der mit der statischen Headline und manchmal sind einzelne Adjektive ausschlaggebend für den Erfolg.
Das AdWords-System lässt diese Texte nun im Wettbewerb gegeneinander laufen und wird am Ende den Text mit der besten Klickrate am häfigsten ausliefern. Durch diesen Wettbewerb kann man seine Klickrate optimieren und für mehr Traffic sorgen.

Für viele AdWords-Kunden ist aber nicht die Klickrate oder die Zahl der Klicks das entscheidende Kriterium, sondern der ROI der Website. Wenn ein Text einen Slogan hat, der mit Wörtern wie "Gratis" die Klickrate erhöht, kann es sein, dass diese Klicks aber auf der Website nicht konvertieren und ein anderer Text besser gewesen wäre.

Die leistungsabhängige (nach Klickrate) Auslieferung der Anzeigentexte ist per Default in den Kampagneneinstellungen festgelegt. Wer die Conversion Rate von einzelnen Texten testen möchte, sollte in den Kampagneneinstellungen die leistungsunabhängige Auslieferung aktivieren, sodass die Texte gleichmäßig ausgeliefert werden.

Nach Ende des Testzeitraums kann der ROI der einzelnen Texte ausgerechnet werden und die schlechten Texte werden anschließend gelöscht.

30. April 2007

SEM und SEO...

Seitdem Google die Landing Page Quality eingeführt hat, sehen viele SEOs für sich ein neues großes Potenzial auf dem Gebiet des Suchmaschinenmarketings. In den USA wird schon seit eine paar Monaten intensiv über das Thema diskutiert und einige "Experten" meinen schon sie hätten die Komponenten der LPQ identifiziert.
In den letzten Wochen haben auch einige SEOs oder Affiliates Kommentare zu diesem Thema geschrieben und es sieht so aus, als ob auch hier die Meinung herrscht SEM wird der Nachfolger von SEO.
Grundsätzlich stimme ich schon zu, dass SEM immer mehr Möglichkeiten bietet und es nicht mehr so leicht ist mit einer Affiliate Kampagne viel Geld zu verdienen. Ich denke aber die LPQ Diskussion ist zu weit gegangen und SEM wird sich nicht in die Richtung Onsite-Optimierung bewegen. Auch wenn LPQ ein Bestandteil des Quality Scores sein soll, wird es bestimmt nie ein so großer Faktor sein, dass es einen deutlich spürbaren Effekt auf den Erfolg einer Kampagne haben wird. Die AdWords Kampagne wird nach wie vor hauptsächlich durch die Keywords, die Anzeigentexte und die Gebote beeinflusst. Ob ich auf meiner Landing Page das Keyword nenne oder es im Titel bzw. der Überschrift vorkommt, ist für die AdWords Kampagne und den Quality Score nicht wichtig, sondern hat eher einen Einfluss auf die user experience und die Conversion Rate.
Die Priorität bei der Optimierung einer AdWords Kampagne wird in meinen Augen auch in Zukunft bei den oben genannten 3 Punkten bleiben und sich nicht in Richtung Landing Page bewegen. Komplizierter mag SEM zwar werden, jedoch wird es anders als SEO sein.

Eigene Kampagnen fürs Content Netzwerk?

Das Content Netzwerk ist bei Google per Default aktiviert und wird somit über die gleichen Kampagnen wie das Suchnetzwerk bedient. Es ist natürlich die einfachste Art möglichst viel Traffic zu bekommen, wenn man die gleichen Kampagnen für beide Netzwerke nutzt, nur macht es in meinen Augen viel mehr Sinn getrennte Kampagnen zu erstellen.
Im letzten Artikel über Landing Pages habe ich versucht zu beschreiben, dass das Content Targeting anders funktioniert als die Search Kampagnen für Google. Wer es sich einfach machen möchte, kann seine Search Kampagne kopieren, wer jedoch an möglichst gutem Traffic interessiert ist, sollte eigene Content Kampagnen erstellen.
Die Zahl der Keywords in einer Anzeigengruppe sollte überschaubar sein und ungefähr 5-15 Keywords beinhalten. Man muss hier versuchen ein wenig die Technik von Google zu verstehen, da grundsätzlich andere Keywords in eine Content Kampagne sollten. Das System versucht das Thema einer Website zu erkennen und relevante Keywords zu identifizieren. Wenn jemand auf Google.de vielleicht "sie sucht ihn" eingibt, ist das ein eher unwahrscheinliches Keyword für das Content Targeting. Nur auf wenigen Websites wird diese Kombination vorkommen.
Man sollte versuchen möglichst generische Keywords zu nutzen und ein paar einfache Kombinationen wie "singles treffen" einbuchen. Auf Matching types kann hier komplett verzichtet werden.
Grundsätzlich kann man auch versuchen nicht nur naheliegende Themen zu beschreiben, sondern auch Themen, für die sich seine Zielgruppe interessiert. Wer Mietwagen anbietet, könnte auch Anzeigengruppen bilden, die sich um Keywords rund um das Thema Toskana bewegen, um auf Reiseseiten über die Toskana zu erscheinen. Wenn hierzu noch eine eigene Landing Page für Toskana Reisen geschaffen wird, kann die Conversion Rate steil nach oben gehen.

26. April 2007

Landing Page für das Content Netzwerk

Ein kleiner Nachtrag zum Thema Landing Pages. Für Kampagnen, die ausschließlich für das Content-Netzwerk erstellt werden, können individuelle Landing Pages deutliche Vorteile verschaffen. Da die LPQ für Content Targeting eine Komponente des Quality Scores ist, sollte hier besonders viel getestet werden.

User die über das Content-Netzwerk auf eine Seite kommen sind in der Regel in einem anderen Zustand als User, die über Google direkt kommen. Auf Google.de geben die User gezielt Keywords ein und haben zum Teil schon eine direkte Absicht etwas zu kaufen oder sich zu registrieren. User die über eine AdSense-Anzeige kommen, sind eher an Recherche interessiert und surfen durchs Netz um sich zu informieren. Die Kaufabsicht ist bei diesen Usern nicht so hoch und man sollte das beim Aufbau seiner Landing Pages berücksichtigen. Wenn der User Informationen will, so soll er welche bekommen.

Websites, die klar auf das Ziel Kaufprozess oder schnelle einfache Registrierung abzielen, können versuchen einen weiteren Textblock zu integrieren, um den User zunächst zu binden. Da sich der Besucher auch informieren möchte, kann hier die Möglichkeit genutzt werden und ein wenig Branding betrieben werden. Vielleicht registriert sich der User nicht sofort, sondern ein wenig später, wobei mir das lieber wäre als wenn er sofort den Back-Button beim Brwoser anklickt, da er auf der Seite keine Informationen findet.

Ich denke es kann hier eine sehr gute Verbindung vom Keyword in der Anzeigengruppe über den Anzeigentext und die Landing Page geschaffen werden indem auf einen bestimmten Begriff optimiert wird.

Wenn das Wort "fernweh" für mich sehr wichtig ist, kann ich es als Keyword in die Anzeigengruppe setzen, schreibe es 1-2 Mal in meinen Anzeigentext und setze einen Text über Fernweh auf meine Landing Page. So kann sichergestellt werden, dass der User auch das findet, was er sucht und ich kann länger binden.

Landing Page optimieren

Die Landing Page Quality geistert durch die SEM-Gemeinde und jeder möchte möglichst viel über die geheimen Algorithmen von Google erfahren. Viele Kunden lesen auf diversen Blogs Theorien über die LPQ und es wird schon ein Vergleich zu SEO gezogen. In meinen Augen ist die Diskussion etwas ausgeartet und LPQ ist bei weitem nicht so ein großes Thema wie es zurzeit dargestellt wird.

Trotzdem ist die Optimierung der eigenen Websites für AdWords im Augenblick ein absolutes Hot Topic und viele Unternehmen experimentieren exzessiv mit Landing Page Tests. Es macht auch absolut Sinn sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es kann hiermit deutlich mehr aus AdWords herausgeholt werden als bei der Suche nach der tausendsten Keyword-Kombination, die irgendwann einmal eingegeben werden könnte.

Landing Pages können für einzelne Themen oder sogar auf einzelne Keywords optimiert werden. Ziel sollte es sein dem User genau den Inhalt zu zeigen, den er erwartet. Wenn ein User z.B. "handy tarife" sucht, kann es durchaus Sinn machen die Landing Page so zu optimieren, dass der Begriff "Handy Tarife" auch auf der Seite vorkommt und sich eventuell sogar im Titel und im Text befindet. Natürlich brauch keiner auf Details wie Keyworddichte achten, sondern sollte eher versuchen den User auf der Seite zu binden und ihm das zeigen, was er gesucht hat. Als Blickfänger kann hier auf jeden Fall das Keyword dienen, das er auch bei Google eingegeben hat.

Es kann bei Landing Pages auch mit verschiedenen Bildern experimentiert werden, die je nach z.B. Geschlecht angezeigt werden. Es gibt Keywords, die eher von männlichen Usern eingegeben werden und welche, die eher von Frauen kommen. Wenn man auf seiner Seite einen Bestellprozess hat, bei dem das Geschlecht angegeben werden kann, ist es möglich diese Daten auf Keywordebene auszuwerten. Die Möglichkeiten sind enorm und mit etwas Kreativität und viel Arbeit kann hier sehr viel getestet werden.

Viele kleine Details, die man leicht herausbekommen kann, wenn man ein wenig recherchiert. Ich bin mir sicher, dass die Landing Pages für AdWords weiterhin ein großes Thema sein werden und in den nächsten Monaten viel experimentiert wird. Wer seine Conversion Rate dadurch nur um ein paar Prozentpunkte erhöht, kann sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und durch AdWords wachsen.

19. April 2007

Mindestgebot und Matching Types

Ich versuche eigentlich immer alle Top-Keywords in einem Konto mit allen 3 Matching Types zu buchen, um so mehr Transparenz über die tatsächlichen Suchanfragen der User zu bekommen. Wer ein Keyword in einer Anzeigengruppe 3-fach eingebucht hat und die Spalte des Qualitätsfaktors aktiviert hat, wird vielleicht schon einmal bemerkt haben, dass das Mindesgebot bei allen 3 Matching Types gleich ist. Wie kann das denn sein?

Natürlich steckt da ein System hinter, da Google das Mindestgebot bei allen Matching Types gleich berechnet und jeweils den Qualitätsfaktor des Keywords mit dem Matching Type Exact als Grundlage verwendet. So kann es sein, dass die Keywords bei den unterschiedlichen Matching Types unterschiedlich hohe Klickraten haben, das Mindestgebot jedoch gleich ist. Eine hohe angezeigte Klickrate muss deshalb auch noch lange kein Garant für ein niedriges Mindestgebot sein.

Minimum CPCs

Ich hoffe es haben jetzt schon mehr Konten die Spalte mit dem Qualitätsfaktor aktiviert und sich an die Optimierung der Kampagnen gesetzt. Der Qualitätsfaktor wird bekanntlich in 3 Stufen angegeben: Hoch, OK und Gering.
Ich hab mir mal ein paar Keywords und deren Minimum CPCs angesehen, die neben den Qualitätsfaktoren angezeigt werden. Die Stufen der Minimum CPCs sind:

  • Hoch: 0,01 - 0,04€
  • OK: 0,05 - 0,23€
  • Gering: ab 0,30€
Auch innerhalb dieser Stufen gibt es wieder schrittweise Erhöhungen die höher werden, je schlechter der Qualitätsfaktor ist. Obwohl es in diversen Blogs immer wieder die Meinung gibt, dass ein Minimum CPC immer durch eine schlechte Landing Page hervorgerufen wird, handelt es sich hier lediglich um ein Gerücht, da es mehrere Faktoren gibt, die für einen geringen Qualitätsfaktor sorgen können.

18. April 2007

Warum soll ich meine Marke als Keyword buchen?

Die kleinste Herausforderung für einen SEO ist es die eigene Marke bei den SERPs auf Platz 1 zu bringen, wenn jemand nach der Marke sucht. Oft gibt es auch noch eine kleine One Box unter der Kurzbeschreibung und die Klickraten sind sehr hoch. Warum soll ich in meiner AdWords Kampagne nun meine eigene Marke als Keyword buchen, wenn ich sowieso den Traffic bekomme - und das auch noch kostenlos?

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, aber ich habe bisher allen Kunden geraten die Marke und einige Vertipper zu buchen. Natürlich werden jetzt viele Denken, dass einem Google Mitarbeiter nichts anderes übrig bleibt als so zu argumentieren, aber ich denke es gibt auch ein paar vernünftige Gründe, die dafür sprechen:

  • Branding Effekt: Eine farbig hinterlegte Anzeige ist für viele User immer noch ein Zeichen für qualitativen Inhalt und viele erwarten von großen Unternehmen dieses Branding
  • Kurzbeschreibung: Die Kurzbeschreibung der Seite kann flexibler über die AdWords Anzeige gesteuert werden. Wenn sich die Zahl der Mitglieder von 2,3 auf 2,4 Mio. erhöht, kann hier schneller reagiert werden.
  • Der CPC für die Klicks auf die Markenbegriffe ist in der Regel sehr niedrig und liegt nur bei ein paar Cent.
  • Klickrate: Die Markenbegriffe haben in der Regel eine sehr hohe Klickrate. Da die Klickrate des Kontos hierdurch erhöht wird, werden auch die Quality Scores der anderen Keywords unterstützt. Wer sehr viele Klicks auf die Markenbegriffe hat, kann schon einen deutlichen Effekt bemerken.
  • Vertipper: Bei Vertippern der Markenbegriffe können auch Anzeigen von Konkurrenten erscheinen. Die Buchung der Vertipper von der eigenen Marke kann Klicks bei den Wettbewerbern reduzieren.
Es gibt noch einige andere Argumente, aber ich denke diese hier sind die wichtigsten.

Dynamische Parameter in Tracking Links

Nicht jeder AdWords Kunde ist auch gleichzeitig Nutzer von Google Analytics, sondern viele haben ein eigenes Tracking verwendet. Um möglichst viele Informationen durch die URL übergeben zu lassen, können dynamische Parameter genutzt werden. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Parameter:

  • Search/Content
  • Keyword
  • Anzeigentext
  • Website
Bei Search/Content kann durch einen Parameter angezeigt werden, ob der Klick aus dem Such- oder Content-Netzwerk kommt. Die URL muss hier durch den Parameter {ifsearch:S}{ifcontent:C} erweitert werden. Bei mir würde das so aussehen: www.inside-sem.com?type={ifsearch:Suche}{ifcontent:Content}, wobei die Angaben hinter dem Doppelpunkt individuell festgelegt werden können. Die Übergabe der Informationen in der URL sieht anschließend wie folgt aus: www.inside-sem.com&type=Suche.

Des Weiteren kann in der URL das Keyword, das die Anzeige ausgelöst hat, angezeigt werden, indem {keyword} angehängt wird. Hier kann man sich auch die unterschiedlichen Matching Types anzeigen lassen.

Der Anzeigentext mag zwar auch interessant sein, jedoch ist es mit etwas mehr Aufwand verbunden, da lediglich eine Nummer für den Text übergeben wird. Am besten muss vorab manuell jeder Anzeigentext, der jeweiligen Nummer zugeordnet werden. Der Parameter heisst ganz einfach {creative}.

Für Site Targeting Kampagnen kann zusätzlich die Seite, auf der die Anzeige erschienen ist, übergeben werden. Der Parameter {placement} muss in diesem Fall verwendet werden. Es funktioniert aber nicht bei Content Targeting Kampagnen, sondern nur bei Site Targeting.


17. April 2007

Durchschnittlichen CPC festlegen

Google wird in den nächsten Tagen alle AdWords Konten für eine neue Gebotsmanagementfunktion freischalten. Mit dem Tool "Bevorzugte Gebote" kann ein durchschnittlicher CPC angegeben werden, den das System automatisch steuert. Es wird nicht wie beim Budget Optimizer ein maximales Budget angegeben, aus dem eine möglichst hohe Zahl an Klicks generiert wird, sondern in diesem Fall gibt es bei dem Tool keine Obergrenze, solange wie der angegebene CPC stimmt. Neben dem bevorzugten CPC kann auch der bevorzugte CPM (1.000 Impressionen der Anzeigen) angegeben werden.

Wer also den durchschnittlichen Revenue pro User auf seiner Seite kennt, kann mit diesem Tool seine AdWords Kampagne optimieren ohne viel Energie aufzuwenden. Natürlich nimmt das Tool keine Rücksicht auf Details bei der Aussteuerung und man kommt nicht um die aufwendige Optimierung von Anzeigentexten, Anzeigengruppen und Keywordlisten herum. Man kann jedoch mit wenig Aufwand schon sehr viel erreichen.

Website Optimizer mit weiteren Funktionen

Viele habe bestimmt schon vom Website Optimizer gehört, der seit letzter Woche für alle AdWords Kunden frei zugänglich ist. Einfach unter www.google.com/websiteoptimizer registrieren und starten.

Bisher konnte man mit dem Website Optimizer wunderbar die Conversion Rate auf seinen Seiten optimieren. Mit Hilfe von Google Analytics ist es jedoch auch möglich viele andere Variablen zu optimieren. Man könnte zum Beispiel mit Hilfe des Website Optimizers die Besuchszeit, die Absprungrate oder den Wert einer Seite optimieren. Wenn die Ziele richtig formuliert werden, kann sogar der komplette Trichterprozeß für die Zielerreichung durch den Test von verschiedenen Variablen verbessert werden. Offiziell ist im Support vom Website Optimizer keine Information zur technischen Umsetzung zu finden. Shawn Purtell von ROI Revolution hat auf seiner Seite eine detaillierte Beschreibung zur Umsetzung und den Möglichkeiten gegeben.

Ich glaube der Website Optimizer wurde bisher einfach noch unterschätzt und die Möglichkeiten, die er bietet, werden jetzt erst nach und nach entdeckt. Viel Spass beim experimentieren.

Präsentationen mit Google erstellen

Es hat zwar nicht wirklich etwas mit SEM zu tun, aber ich wollte doch kurz etwas zum neusten Update aus der Docs & Spreadsheets Familie geben. In Kürze wird es möglich sein neben den Text- und Tabellenprogrammen Präsentationen zu erstellen.
Ich nutze selbst jeden Tag die anderen beiden Produkte und finde besonders die Erstellung von Tabellen klasse. Natürlich hat man nicht so viele Optionen wie bei Excel, dafür kann man sehr gut im Team mit einem Sheet arbeiten und hat kein Problem mit der aktuellsten Version. Ich bin mir sicher, dass die Programme in Zukunft noch stärker verbreitet sein werden und freue mich auf die neuen Präsentationen.

11. April 2007

The Anatomy of Clickbot.A

Passend zu meinem letzten Post über die Möglichkeit ungültige Klicks in Reports anzeigen zu lassen, hat Google eine Fallstudie veröffentlicht, die zeigt mit was für Angriffen Google regelmäßig konfrontiert wird und wie das Thema behandelt wird. Es wird der Fall des Clickbot.A dargestellt, der ein Netzwerk von 100.000 Rechnern für den Angriff genutzt hat.

Die Studie ist wirklich interessant und geht sehr weit ins Detail. Einfach mal herunterladen und in Ruhe lesen mit was für einem enormen Aufwand versucht wird Klickbetrug zu begehen.

Ungültige Klicks werden angezeigt

Ich denke der Start der neuen Reporting Funktion für ungültige Klicks ist etwas untergegangen und wurde noch nicht viel genutzt. Ich finde es aber sehr interessant sich einmal die Zahl der ungültigen Klicks, die Google herausfiltert anzeigen zu lassen und hab mir gleich mal ein paar Reports gezogen. Was ungültige Klicks sind wurde ja nun schon oft diskutiert und auch der Tuzhilin-Report hat das Thema etwas aufgedeckt.

Einfach auf Berichte - Bericht erstellen gehen und nun einen Konto- oder Kampagnenbericht zusammenstellen. Bei den erweiterten Einstellungen kann nun unter Spalten hinzufügen der Punkt "Rate unzulässiger Klicks" ausgewählt werden.

Ich denke es sollte in der Regel eine einstellige Prozent-Zahl herauskommen, die um 5% herum pendelt. Interessant fand ich aber, dass die Zahl der ungültigen Klicks aus dem Content-Netzwerk nicht höher ist als die von Google.de.

10. April 2007

Neue AdWords Oberfläche

Viele haben es bestimmt bereits in ihrem Konto bemerkt, denn die AdWords-Oberfläche wurde bei vielen Konten der Standard-Edition verändert. Die Seite mit der Kampagnenzusammenfassung hat ein neues Layout bekommen, wobei die Auswahlmöglichkeiten zurzeit noch beschränkt sind. Bisher ist es nur möglich den Medientyp Online-Kampagnen zu wählen.

Was hat das alles zu bedeuten? Google hat in den letzten Monaten sehr viele Projekte gestartet, die Werbung außerhalb der Suchmaschine ermöglichen. Audio Ads, Print Ads, TV Ads oder In-Game Ads wurden bereits öfters genannt und Google scheint es ernst zu meinen, was durch zahlreiche Akquisitionen gezeigt wurde. Es würde mich deshalb nicht wundern wenn in Kürze neben Online-Kampagnen auch andere Medien in der Kampagnenzusammenfassung zu finden sind.

Zu den Online-Kampagnen gehören alle bisher gewohnten Werbeformate wie Text Ads, Image Ads, Mobile Ads oder auch Video Ads. Die neuen Werbeformate werden die AdWords Oberfläche auf jeden Fall einen Schritt weiter in Richtung Werbeplattform für verschiedene Medien bringen. Es bleibt also spannend!

Guter Klick vs. Schlechter Klick

Es ist gar nicht so lange her als das AdWords Ranking ganz einfach durch die Formel CTR x MaxCPC bestimmt wurde. Diese Zeiten sind seit der Einführung der Landing Page Quality nun endgültig vorbei und der Quality Score wurde zur nächsten großen Black Box ernannt. Ziel des Quality Scores soll eine Verbesserung der Qualität der AdWords Anzeigen sein, was die User experience erhöht, denn ein glücklicher User wird auch wiederkommen.

Doch nicht nur die User experience ist bei AdWords interessant, sondern auch die Zufriedenheit der Werbekunden. Suchmaschinenmarketing hat als große Kernkompetenz das genaue Targeting und erreicht die User gerade dann wenn sie auch eine Kaufintention haben oder sich zumindest informieren wollen. Die Anpassung der Hintergrundfarbe auf gelb ist ein weiterer Schritt in Richtung genaues Targeting, da es weniger schlechte Klicks, die nicht konvertieren, geben wird.

Google muss das Interesse haben das Targeting noch mehr zu verfeinern, sodass die Marketingbudgets noch effizienter investiert werden können. Für die Werbekunden sind also nur gute Klicks, also Klicks die auch auf der eigenen Website konvertieren, interessant und schlechte Klicks sollten vermieden werden. Wie kann also die Zahl der guten Klicks optimiert werden? Die Antwort können nur ein engeres Keyword-Portfolio, präzisere Anzeigentexte und individuellere Landing Pages sein. Ich bin mir nicht ganz sicher in welche Richtung sich der Quality Score bewegen wird, könnte mir aber vorstellen, dass in Zukunft die Relevanz der Landing Pages noch stärker beachtet wird. Der User sollte sich daran gewöhnen, dass er auf einer Landing Page auch genau das findet was ihm durch den Anzeigentext versprochen wird.

Die Zeiten von Anzeigengruppen mit sehr vielen Keywords, Standard-Anzeigentexten und nur einer Landing Page werden bestimmt bald vorbei sein. Die Kontenstruktur wird in Zukunft von vielen Anzeigengruppen mit jeweils einer überschaubaren Anzahl von Keywords und exakt angepassten Anzeigentexten geprägt sein. Jede Anzeigengruppe wird eigene Landing Pages haben, auf denen der User jeweils Content findet, der auf das Keyword angepasst ist.

Wer sich jetzt noch einmal die Faktoren, die für den Quality Score relevant sind, anschaut, wird erkennen, dass es in diese Richtung gehen wird.

Vielen Dank für 171 Links

Vor 3 Wochen ging der Inside-SEM Blog live! In diesen 3 Wochen habe ich genau 171 verweisende Links bekommen, was gleich für einen Senkrechtstart gesorgt hat. Ein großes Dankeschön an den Mediadonis, seoFM und Jojo, die mir sehr viel Traffic gebracht haben. So macht bloggen Spaß!!!

Keyword Formate

Der Inside AdWords Blog war dieses Mal etwas schneller als ich und hat gestern bereits etwas über Keyword Formate geschrieben. Trotzdem will ich das Thema nochmal aufnehmen, da es eigentlich kaum beachtet wird. Wenn ich mir ein wenig AdWords Konten ansehe, finde ich eigentlich kaum ein Konto, das Keyword Formate richtig umgesetzt hat. Es wird auf der einen Seite viel mit Bindestrichen und Groß-/Kleinschreibung gearbeitet, auf der anderen Seite werden Plurals und Umlaute nicht beachtet. Grundsätzlich kann man sagen:

  • Keywords beachten keine Groß- und Kleinschreibung. Ich kann also im Konto alle Keywords klein schreiben.
  • Zeichen wie Bindestriche und Punkte werden vom System nicht beachtet. Wenn Wörter wie "sonnen-creme" gebucht werden sollen, kann der Bindestrich ruhig weggelassen werden. Das Keyword sollte aber nicht nur als "sonnen creme", sondern auch als "sonnencreme" gebucht werden, da das System die Wörter nicht automatisch zusammensetzt. Der Bindestrich spielt allerdings bei Keyword Insertion eine Rolle. Wenn ich im Konto das Keyword "sonnen-creme" gebucht habe und Keyword Insertion verwende, wird der Bindestrich auch in den Anzeigentext übernommen.
  • Wenn ein wichtiges Keyword als Singular gebucht wurde, sollte es zusätzlich als Plural gebucht werden. Die Anzeige sollte zwar über den Broad Match auch beim Plural ausgeliefert werden, die Chancen werden bei der genauen Buchung aber erhöht.
  • Umlaute sollten beachtet werden. Wenn ich das Keyword "singlebörse" buche, sollte auch gleichzeitig "singleboerse" gebucht werden. Die Anzeigentexte können hier ebenso wie bei den Plural Schreibweisen genauer und zielgerichteter verfasst werden, sodass die Keywords auch als Plural oder mit oe fett gedruckt werden.
Es ist hier hauptsächlich keine Frage der Auslieferung, da das System die Anzeigen meistens über den Broad Match trotzdem ausliefert, sondern eher eine Frage der zielgerichteten Anzeigentexte. Es sollte beachtet werden, dass die wichtigsten Keywords auch in der Plural Version oder ähnlichen Schreibweisen fett gedruckt werden.

Es wird so viel über den Quality Score geredet, aber nur wenige versuchen wirklich die Informationen die offen liegen zu nutzen. Wer die Klickrate der Anzeigentexte durch solche Maßnahmen erhöht, tut bestimmt etwas Gutes für seinen Quality Score.

5. April 2007

Warum erscheinen meine Anzeigen nicht auf Google.com?

Es gibt wohl noch einige Leute, die lieber auf Google.com, als auf Google.de suchen. Wer das schon einmal gemacht hat, wird feststellen, dass dort zum Teil andere Anzeigen zu sehen sind als auf Google.de. Es ist zwar jedem selbst überlassen zu urteilen ob es wirklich einen großen Traffic-Anstieg gibt, wenn die Anzeigen auch auf Google.com erscheinen, jedoch gibt es einige Kunden die darauf Wert legen.
Wenn man in den Kampagneneinstellungen (Kampagne markieren - Einstellungen bearbeiten) als Zielsprache nicht nur Deutsch auswählt, sondern zusätzlich Englisch, werden die Anzeigen auch auf Google.com zu sehen sein. Alternativ kann man natürlich auch gleich alle Sprachen auswählen, ohne sich auf eine spezielle festzulegen.

3. April 2007

Anzeigen überwachen ohne Impressions zu erzeugen

Für Tests ist es manchmal notwendig die eigenen Anzeigen bei Google immer wieder zu überwachen. Bei einigen Keywords, die nicht sehr viel Traffic haben, kann es dadurch leider zu einer relativ hohen Zahl an Impressions kommen, die die Klickrate meiner Keywords und der Texte negativ beeinflusst. Natürlich tritt dieses Problem nur bei Keywords, die normalerweise nicht sehr viel Traffic haben, auf. Nun kann man sich natürlich schnell Sorgen um den Qualitätsfaktor und die Kosten machen, da eine niedrige Klickrate negative Auswirkungen auf den Qualitätsfaktor hat.

Mit dem Adtest kann eine Vorschau der Google-Seite erstellt werden, die keine Impressions verursacht und somit auch nicht den Qualitätsfaktor beeinflusst. Einfach ganz normal das Keyword (hier: analytics) eingeben und man erhält dieses Ergebnis: http://www.google.de/search?hl=de&q=analytics&btnG=Google-Suche&meta=

Nun muss an die URL der Parameter &adtest=on angehängt und Enter gedrückt werden. Man erhält nun dieses Ergebnis http://www.google.de/search?hl=de&q=analytics&btnG=Google-Suche&meta=&adtest=on , welches keine Impressions erzeugt. Timo könnte so ganz einfach seine AdWords-Anzeigen überwachen ohne seine Klickrate zu senken.

2. April 2007

10+20=60 - warum es ohne SEO nicht geht!

Es mag sich für viele SEOs selbstverständlich anhören, aber die einfache Formel 10+20=60 ist bei dem großen Teil der Marketingentscheider von großen Firmen noch nicht angekommen. Es wurde in diversen Foren oft diskutiert ob es vielleicht eine Verbindung zwischen den AdWords Anzeigen und dem Google Index gibt. Meines Wissens nach gibt es so eine direkte Verbindung nicht und wird es auch nie geben, eine indirekte Verbindung existiert aber in der Tat.
Ich bin vor Kurzem wieder über die alte Studie von MarketingSherpa (IT Marketing Metrics Guide, Mai 2004) gestolpert und muss sagen, dass sie in der Regel voll zutrifft. Die Studie behandelt unter anderem die Verbindung zwischen PPC und SEO. Wenn ich mich mit meiner Kampagne lediglich auf SEO konzentriere, kann ich mit einer Top-Position im Google Index bei 1.000 Impressions 20 Klicks bekommen. Möchte ich dagegen alle meine Aktivitäten auf AdWords konzentrieren, kann ich aus 1.000 Impressions 10 Klicks bekommen. Bisher hört sich alles ganz logisch an, aber was passiert wenn ich mich dazu entscheide beide Kanäle voll auszunutzen und mich auf SEO und PPC konzentriere? Das Resultat werden hier bei 1.000 Impressions nicht etwa 30 Klicks, sondern 60 Klicks sein.

Der Effekt hört sich nach reiner Theorie an, wurde mir jedoch von mehreren großen Unternehmen bestätigt. Wer testweise für ein paar Tage seine AdWords Kampagne eingestellt hat, musste leider auch einen Einbruch bei den Klicks aus dem Index feststellen. Es scheint einen gewissen Branding-Faktor zu geben, der die Klickrate bei Index-Ergebnissen anhebt wenn AdWords geschaltet werden. Die vielen On-site Optimierungen können sich also erst richtig bezahlt machen, wenn entschieden wird eine AdWords-Kampagne zu starten.

Auf der anderen Seite bedeutet es für Unternehmen, die bisher ihre Marketingaktivitäten auf AdWords konzentriert haben, dass sie sich schleunigst mit SEO beschäfitgen sollten, da sie einen Teil der AdWords-Marketingpower verschenken. Die volle Kraft von SEO und PPC kann also nur genutzt werden, wenn ich beides parallel bearbeite.

AdWords Kampagnen in den USA

Wie kann ich eigentlich AdWords Kampagnen, die für die USA geschaltet werden, ansehen? Hört sich einfach an, ist es in Wirklichkeit auch. Logischerweise würde bestimmt jeder zunächst auf Google.com gehen und dort das Keyword (z.B. ringtones) eingeben, um Anzeigen für Klingeltöne in den USA zu finden. Leider kommt dann dieses Ergebnis http://www.google.com/search?hl=en&q=ringtones&btnG=Google+Search und jeder wird gleich erkennen, dass es sich kaum um die AdWords Anzeigen für die USA handeln kann.

Um die tatsächlichen Anzeigen zu sehen, muss nun an die URL einfach der Parameter &gl=us angehängt und erneut Enter gedrückt werden. Schon wird man dieses Ergebnis sehen http://www.google.com/search?hl=en&q=ringtones&btnG=Google+Search&gl=us was schon viel besser aussieht.

29. März 2007

AdWords Editor

Ich bin ja mittlerweile ein großer Fan des AdWords Editors geworden und nutze ihn fast täglich. Obwohl ich am Anfang nicht so begeistert war, muss ich gestehen, dass er die Arbeit an AdWords-Konten enorm erleichtert hat. Ich bearbeite fast keine Kampagnen mehr direkt im Konto, sondern lade sie mir erst in den Editor herunter, um anschließend an den Kampagnen zu arbeiten.

Ich kann jedem nur empfehlen den Editor herunterzuladen und einfach ein wenig zu experimentieren. Die meisten Funktionen erklären sich nach kurzer Zeit von selbst und man kann beim Herumspielen auch nichts kaputt machen, solange die Änderungen nicht wieder hochgeladen werden. Die Produktivität hat sich auf jeden Fall stark erhöht!

Ich muss aber gestehen, dass die Statistik-Funktion noch nicht sehr gut funktioniert und ich zur Überwachung und feinen Aussteuerung der Kampagnen nach wie vor direkt ins Konto gehe.
Ob sich das in Zukunft noch ändern wird weiss ich nicht, aber ich kann eigentlich gut damit leben.

Interessant ist es auch zu wissen, dass das Feedback von Kunden sehr wichtig ist und viele neue Features auf Vorschlag der Kunden umgesetzt wurden. Also am besten alle Arten von Feedback und Wünschen für neue Versionen an Google schicken und sich freuen wenn der eigene Vorschlag auch tatsächlich umgesetzt wird:)