23. Juli 2007

AdWords Lokalisierung: Änderung bei Umlauten

Wie schnell sich das AdWords-System ändert sieht man mal wieder an dem Umgang mit Umlauten. Vor 3 Monaten habe ich noch geschrieben, dass man für Wörter mit Umlauten auch spezielle Anzeigentexte für die Schreibweise ohne Umlaute erstellen sollte. Als Beispiel kann man das Wort Singlebörse nehmen. Wenn man einen Anzeigentext auf das Wort singlebörse so optimiert hat, dass dieses Wort mehrmals im Text vorkommt, wird es bei der Eingabe von "singlebörse" bei Google auch fett angezeigt. Wenn ein User nun "singleboerse" bei Google eingibt, wird die Anzeige zwar ausgeliefert, das Wort "singlebörse" aber nicht fett gedruckt.

Das hat sich jetzt geändert und auch im 2. Fall würde das Wort "singlebörse" im Anzeigentext fett angezeigt werden. http://www.google.de/search?hl=de&q=singleboerse&btnG=Google-Suche&meta=

Also können die Anzeigentexte nun wieder abgeändert werden, da die Schreibweise mit Umlauten in der Regel schöner aussehen. Es gibt also weiterhin viel zu optimieren!

PPA - Cookies

Das PPA-Modell von Google läuft nun schon seit einiger Zeit und viele AdWords-Kunden haben bereits erste Erfahrungen gesammelt. Es kamen jedoch immer wieder Fragen zum Cookie bei den PPA Anzeigen auf. Wie lange ist der Cookie gültig? Welcher Cookie zählt? Wie sieht es aus mit Cookie-Überschreibungen bei AdWords-Anzeigen?
Also in einer kurzen Zusammenfassung gibt es diese 3 Versionen:

  • ein User klickt auf einer Publisher-Seite auf eine PPA-Anzeige und bekommt den Cookie gesetzt. Später klickt er nochmal auf Google.de auf eine AdWords-Anzeige des gleichen Kunden und schließt anschließend einen Kauf ab. Es wird hier nur der Klick auf die AdWords-Anzeige berechnet und nicht die Provision für den Publisher.
  • ein User klickt auf der Seite des Publishers A auf eine PPA-Anzeige. Er kauft jedoch nicht sofort, sondern surft etwas weiter und klickt auf der Seite von Publisher B erneut auf eine PPA-Anzeige des gleichen Werbekunden. Anschließend schließt er einen Kauf ab und der Publisher B bekommt die Provision gutgeschrieben.
  • ein User klickt auf einer Publisher-Seite auf eine PPA-Anzeige und bekommt den Cookie gesetzt. Später klickt er nochmal auf Google.de auf ein Index-Ergebnis des gleichen Kunden und schließt anschließend einen Kauf ab. Da der Google-Index kein Werbemittel ist, wird der Cookie nicht überschrieben und der Publisher erhält die Provision.
Der Cookie hat eine Laufzeit von 30 Tagen und der AdWords-Kunde ist für alle Aktionen, die innerhalb der nächsten 30 Tage ausgeführt werden, verantwortlich.

Platz 6 bei Mister-Wong

Wow, da habe ich wirklich gestaunt! Inside-SEM ist bei den Blogcharts von Mister-Wong im Juli auf Platz 6 gelandet. Vielen Dank an alle Leser und vor allem dem Mediadonis für den Hinweis :)

16. Juli 2007

Anzeigentexte systematisch optimieren

Der größte Hebel für die Optimierung des Quality Scores ist der Anzeigentext. Ein für das Keyword individuell erstellter Anzeigentext wird in der Regel eine höhere Klickrate haben und somit die Position der Anzeige erhöhen oder den CPC senken. Wer den ganzen Tag im AdWords-Konto arbeitet, verliert aber schnell den Überblick und weiss nicht mehr wo man beim Optimieren anfangen soll.

Am besten geht man hier systematisch vor und fängt von oben bei den Top-Keywords an:

- Bericht über die Keywordleistung vom letzten Monat erstellen und die Keywords nach der Zahl der Impressions sortieren.
- Von oben anfangen und die Keywords mit den meisten Suchanfragen bei Google in der Anzeigenvorschau eingeben.
- Ist der eigene Text auf dieses Keyword optimiert und wird das Keyword mindestens 1 Mal fett gedruckt?
- Wenn das gesuchte Keyword nicht 1-3 Mal fett erscheint, sollte das Keyword in eine neue Anzeigengruppe gesetzt werden und einen eigenen Anzeigentext bekommen.

So können systematisch die Anzeigentexte besser auf die Top-Keywords ausgerichtet werden. Das Prinzip scheint eigentlich offensichtlich zu sein, nur wird es bisher kaum durchgeführt. Jeder wird in seinen Keyword-Berichten einzelne Suchanfragen finden, für die der Text nicht optimiert ist.

Dieser Prozess sollte nun regelmäßig durchgeführt werden und man wird schon bald eine Verbesserung der Klickraten erkennen.

12. Juli 2007

Anzeigenvorschau im neuen Gewand

Seit kurzem hat die Anzeigenvorschau von Google neue Funktionen. Unter www.google.de/adpreview können die AdWords-Anzeigen getestet werden ohne Impressions oder Klicks zu verursachen. Bisher ging eine einfache Anzeigenvorschau über diese Seite, bei regionalen Kampagnen gab es allerdings Probleme. Man konnte zwar über die Änderungen von Parametern in der URL einen geographischen Ort angeben, es war aber nicht gerade selbsterklärend.

Mit den neuen Funktionen können Anzeigen in verschiedenen Ländern, Regionen, Städten oder auch Koordinaten getestet werden.

Wer regelmäßig die Positionen der eigenen Anzeigen überprüfen will, sollte auf jeden Fall AdPreview nutzen.

10. Juli 2007

Das Rätsel der Anzeigenauslieferung

Auf dem offiziellen AdWords-Blog wurde letzte Woche ein Beitrag veröffentlicht, der bestimmt für viele AdWords-Nutzer interessant ist. Es werden ein paar Gründe aufgelistet warum es sein kann, dass die eigenen AdWords-Anzeigen nicht erscheinen. Es gibt zwar im Konto das Anzeigen-Diagnosetool, das hier schon viele Hinweise liefert, jedoch scheint es noch nicht jeder im Konto gefunden zu haben.

Wenn ich nach meinen eigenen Anzeigen suche und die Anzeigen erscheinen nicht, kann einer der folgenden Punkte die Ursache sein:


1. Die Anzeigen wurden abgelehnt.
2. Das Keyword für die entsprechende Anzeige hat eine schlechte Klickrate und wurde inaktiv für die Suche.
3. Die Anzeige erscheint nicht auf der ersten Seite, da andere Anzeigen durch die Auktion besser gelistet werden.
4. Die Anzeige erscheint aufgrund von Veränderungen im Wettbewerbsumfeld auf einer niedrigeren Position.
5. Die Anzeigen sind regional geschaltet und meine IP-Adresse wird nicht einer der gewählten Regionen zugeordnet.
6. In den Kampagneneinstellungen wurde eine andere Sprache gewählt als ich auf der Google-Website eingestellt habe.
7. Das Tagesbudget wurde bereits erreicht.
8. Das eingegebene Tagesbudget ist niedriger als das von Google empfohlene Tagesbudget. Die Anzeige erscheint deshalb nur unregelmäßig.
9. Es wird die Anzeigenplanung verwendet und zurzeit soll die Anzeige aufgrund der Einstellungen nicht laufen.
10. Das AdWords-Konto wurde noch nicht aktiviert.

Meistens klärt es sich dann ganz schnell und die Ursache wird gefunden.

Aber was ist wenn ich die Anzeigen meiner Wettbewerber nicht sehe? Das kann natürlich auch aufgrund der 10 Punkte passieren oder mein Wettbewerber hat meine IP-Adresse blockiert. Tja, sowas soll es in der heutigen Zeit auch öfters geben.

9. Juli 2007

TGIF mit Prof. Mario Fischer

TGIF (Thank God It´s Friday) hat bei Google weltweit Tradition und wird jeden Freitag um 16 Uhr gefeiert. Am letzten Freitag hatten wir einen prominenten Referenten, der einen Vortrag über Online-Marketing gehalten hat:
Prof. Mario Fischer von der FH Würzburg hat eine Stunde lang sehr unterhaltsam über Usability und die Auswirkungen auf das Online Marketing gesprochen. Bekannt wurde Prof. Fischer nicht nur durch seine zahlreichen Vorträge und Studien, sondern besonders durch das Buch Website Boosting, das ich persönlich für eines der besten Bücher über Online-Marketing halte.

Besonders die vielen Beispiele von sehr bekannten Websites, die sich grobe Schnitzer in Sachen Usability leisten, waren wirklich interessant. Nebenbei hat er es drauf die Beispiele so durch den Kakao zu ziehen, dass es definitiv auch Entertainment war. Nur als er ein paar Fehler auf den Google-Seiten gezeigt hatte wurde es etwas ruhiger:) Vielen Dank für den Vortrag!

Die vielen Beispiele haben aber wieder gezeigt, dass eine gute Usability einer der größten Hebel für eine erfolgreiche AdWords-Kampagne ist. Wenn die Conversion Rate auf der eigenen Website niedriger ist als die der Wettbewerber, kann eine AdWords-Kampagne noch so gut sein, die Wettbewerber werden immer einen Vorteil haben.

Aus diesem Grund macht es wirklich Sinn Landing Pages einzusetzen und durch Tools wie den Website Optimizer zu optimieren. Eine Verbesserung der Conversion Rate kann bereits durch minimale Änderungen erfolgen und zahlt sich am Ende finanziell aus.

3. Juli 2007

Transparenz oder Reichweite - Synonyme bei AdWords

Google hat in den letzten Wochen einige Schritte in Richtung Transparenz gemacht. Der Platzierungsbericht, die Suchanfragenleistung oder die Anzeige des Quality Scores sind nur erste Schritte zu mehr Transparenz. Doch ist diese Transparenz immer von Vorteil?

Durch den Matching Type "Weitgehend" werden die Anzeigen auch bei Synonymen ausgeliefert, die dem gebuchten Keyword ähnlich sind. Der Bericht zur Suchanfragenleistung zeigt zum Teil bei welchen tatsächlichen Suchanfragen die Anzeigen ausgeliefert werden, wozu auch die Synonyme gehören.
Wenn das nicht gewünscht ist, können die Keywords alle mit dem Matching Type "Wortgruppe" gebucht werden, was dafür sorgt, dass nicht mehr bei Synonymen ausgeliefert wird. Zum Beispiel kann ich bei der Buchung des Keywords fahrrad als "Weitgehend" auch bei der Eingabe des Keywords mountainbike ausgeliefert werden. Buche ich das Keyword "fahrrad" nun als "Wortgruppe" ein, werde ich nicht mehr bei mountainbike ausgeliefert.

Das führt natürlich zu deutlich mehr Transparenz, was einigen Marketingleitern bestimmt gefallen wird. Auf der anderen Seite wird ein großer Teil der Klicks verpasst, da es einfach nicht möglich ist mit einer AdWords-Kampagne alle möglichen Suchanfragen abzudecken. Das Verhalten der User wird hier eigentlich immer unterschätzt.

Es muss in jedem Einzelfall abgewogen werden was wichtiger ist - Transparenz oder Reichweite.

Mehr Besucher aus den Content-Kampagnen

Es ist eigentlich immer einfacher Kampagnen für das Content-Netzwerk aufzusetzen als für die Google-Suche. Sehr viele Keywords werden in eine Anzeigengruppe gesteckt, ein Standard-Anzeigentext hochgeladen und los gehts.

Bisher ging es eigentlich ganz gut und es konnten viele Klicks generiert werden. Leider wird dadurch trotzdem noch ein großer Teil der potenziellen Klicks verschenkt, da nur wenige Keywords aus einer Anzeigengruppe vom Google-System überhaupt betrachtet werden. Um das Thema einer Anzeigengruppe zu erkennen, werden nicht alle Keywords benötigt, sondern nur ein Teil. Wenn nun eine Anzeigengruppe aufgebrochen und die Keywords in Anzeigengruppen zu jeweils 10-15 Keywords unterteilt werden, wird die Zahl der Impressions in der Regel deutlich steigen.

Also am besten ins AdWords-Konto gehen und nachschauen, ob in den Anzeigengruppen für Content-Targeting sehr viele Keywords vorkommen. Falls ja, sollten die Anzeigengruppen neu gestaltet werden.