30. April 2007

SEM und SEO...

Seitdem Google die Landing Page Quality eingeführt hat, sehen viele SEOs für sich ein neues großes Potenzial auf dem Gebiet des Suchmaschinenmarketings. In den USA wird schon seit eine paar Monaten intensiv über das Thema diskutiert und einige "Experten" meinen schon sie hätten die Komponenten der LPQ identifiziert.
In den letzten Wochen haben auch einige SEOs oder Affiliates Kommentare zu diesem Thema geschrieben und es sieht so aus, als ob auch hier die Meinung herrscht SEM wird der Nachfolger von SEO.
Grundsätzlich stimme ich schon zu, dass SEM immer mehr Möglichkeiten bietet und es nicht mehr so leicht ist mit einer Affiliate Kampagne viel Geld zu verdienen. Ich denke aber die LPQ Diskussion ist zu weit gegangen und SEM wird sich nicht in die Richtung Onsite-Optimierung bewegen. Auch wenn LPQ ein Bestandteil des Quality Scores sein soll, wird es bestimmt nie ein so großer Faktor sein, dass es einen deutlich spürbaren Effekt auf den Erfolg einer Kampagne haben wird. Die AdWords Kampagne wird nach wie vor hauptsächlich durch die Keywords, die Anzeigentexte und die Gebote beeinflusst. Ob ich auf meiner Landing Page das Keyword nenne oder es im Titel bzw. der Überschrift vorkommt, ist für die AdWords Kampagne und den Quality Score nicht wichtig, sondern hat eher einen Einfluss auf die user experience und die Conversion Rate.
Die Priorität bei der Optimierung einer AdWords Kampagne wird in meinen Augen auch in Zukunft bei den oben genannten 3 Punkten bleiben und sich nicht in Richtung Landing Page bewegen. Komplizierter mag SEM zwar werden, jedoch wird es anders als SEO sein.

Eigene Kampagnen fürs Content Netzwerk?

Das Content Netzwerk ist bei Google per Default aktiviert und wird somit über die gleichen Kampagnen wie das Suchnetzwerk bedient. Es ist natürlich die einfachste Art möglichst viel Traffic zu bekommen, wenn man die gleichen Kampagnen für beide Netzwerke nutzt, nur macht es in meinen Augen viel mehr Sinn getrennte Kampagnen zu erstellen.
Im letzten Artikel über Landing Pages habe ich versucht zu beschreiben, dass das Content Targeting anders funktioniert als die Search Kampagnen für Google. Wer es sich einfach machen möchte, kann seine Search Kampagne kopieren, wer jedoch an möglichst gutem Traffic interessiert ist, sollte eigene Content Kampagnen erstellen.
Die Zahl der Keywords in einer Anzeigengruppe sollte überschaubar sein und ungefähr 5-15 Keywords beinhalten. Man muss hier versuchen ein wenig die Technik von Google zu verstehen, da grundsätzlich andere Keywords in eine Content Kampagne sollten. Das System versucht das Thema einer Website zu erkennen und relevante Keywords zu identifizieren. Wenn jemand auf Google.de vielleicht "sie sucht ihn" eingibt, ist das ein eher unwahrscheinliches Keyword für das Content Targeting. Nur auf wenigen Websites wird diese Kombination vorkommen.
Man sollte versuchen möglichst generische Keywords zu nutzen und ein paar einfache Kombinationen wie "singles treffen" einbuchen. Auf Matching types kann hier komplett verzichtet werden.
Grundsätzlich kann man auch versuchen nicht nur naheliegende Themen zu beschreiben, sondern auch Themen, für die sich seine Zielgruppe interessiert. Wer Mietwagen anbietet, könnte auch Anzeigengruppen bilden, die sich um Keywords rund um das Thema Toskana bewegen, um auf Reiseseiten über die Toskana zu erscheinen. Wenn hierzu noch eine eigene Landing Page für Toskana Reisen geschaffen wird, kann die Conversion Rate steil nach oben gehen.

26. April 2007

Landing Page für das Content Netzwerk

Ein kleiner Nachtrag zum Thema Landing Pages. Für Kampagnen, die ausschließlich für das Content-Netzwerk erstellt werden, können individuelle Landing Pages deutliche Vorteile verschaffen. Da die LPQ für Content Targeting eine Komponente des Quality Scores ist, sollte hier besonders viel getestet werden.

User die über das Content-Netzwerk auf eine Seite kommen sind in der Regel in einem anderen Zustand als User, die über Google direkt kommen. Auf Google.de geben die User gezielt Keywords ein und haben zum Teil schon eine direkte Absicht etwas zu kaufen oder sich zu registrieren. User die über eine AdSense-Anzeige kommen, sind eher an Recherche interessiert und surfen durchs Netz um sich zu informieren. Die Kaufabsicht ist bei diesen Usern nicht so hoch und man sollte das beim Aufbau seiner Landing Pages berücksichtigen. Wenn der User Informationen will, so soll er welche bekommen.

Websites, die klar auf das Ziel Kaufprozess oder schnelle einfache Registrierung abzielen, können versuchen einen weiteren Textblock zu integrieren, um den User zunächst zu binden. Da sich der Besucher auch informieren möchte, kann hier die Möglichkeit genutzt werden und ein wenig Branding betrieben werden. Vielleicht registriert sich der User nicht sofort, sondern ein wenig später, wobei mir das lieber wäre als wenn er sofort den Back-Button beim Brwoser anklickt, da er auf der Seite keine Informationen findet.

Ich denke es kann hier eine sehr gute Verbindung vom Keyword in der Anzeigengruppe über den Anzeigentext und die Landing Page geschaffen werden indem auf einen bestimmten Begriff optimiert wird.

Wenn das Wort "fernweh" für mich sehr wichtig ist, kann ich es als Keyword in die Anzeigengruppe setzen, schreibe es 1-2 Mal in meinen Anzeigentext und setze einen Text über Fernweh auf meine Landing Page. So kann sichergestellt werden, dass der User auch das findet, was er sucht und ich kann länger binden.

Landing Page optimieren

Die Landing Page Quality geistert durch die SEM-Gemeinde und jeder möchte möglichst viel über die geheimen Algorithmen von Google erfahren. Viele Kunden lesen auf diversen Blogs Theorien über die LPQ und es wird schon ein Vergleich zu SEO gezogen. In meinen Augen ist die Diskussion etwas ausgeartet und LPQ ist bei weitem nicht so ein großes Thema wie es zurzeit dargestellt wird.

Trotzdem ist die Optimierung der eigenen Websites für AdWords im Augenblick ein absolutes Hot Topic und viele Unternehmen experimentieren exzessiv mit Landing Page Tests. Es macht auch absolut Sinn sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es kann hiermit deutlich mehr aus AdWords herausgeholt werden als bei der Suche nach der tausendsten Keyword-Kombination, die irgendwann einmal eingegeben werden könnte.

Landing Pages können für einzelne Themen oder sogar auf einzelne Keywords optimiert werden. Ziel sollte es sein dem User genau den Inhalt zu zeigen, den er erwartet. Wenn ein User z.B. "handy tarife" sucht, kann es durchaus Sinn machen die Landing Page so zu optimieren, dass der Begriff "Handy Tarife" auch auf der Seite vorkommt und sich eventuell sogar im Titel und im Text befindet. Natürlich brauch keiner auf Details wie Keyworddichte achten, sondern sollte eher versuchen den User auf der Seite zu binden und ihm das zeigen, was er gesucht hat. Als Blickfänger kann hier auf jeden Fall das Keyword dienen, das er auch bei Google eingegeben hat.

Es kann bei Landing Pages auch mit verschiedenen Bildern experimentiert werden, die je nach z.B. Geschlecht angezeigt werden. Es gibt Keywords, die eher von männlichen Usern eingegeben werden und welche, die eher von Frauen kommen. Wenn man auf seiner Seite einen Bestellprozess hat, bei dem das Geschlecht angegeben werden kann, ist es möglich diese Daten auf Keywordebene auszuwerten. Die Möglichkeiten sind enorm und mit etwas Kreativität und viel Arbeit kann hier sehr viel getestet werden.

Viele kleine Details, die man leicht herausbekommen kann, wenn man ein wenig recherchiert. Ich bin mir sicher, dass die Landing Pages für AdWords weiterhin ein großes Thema sein werden und in den nächsten Monaten viel experimentiert wird. Wer seine Conversion Rate dadurch nur um ein paar Prozentpunkte erhöht, kann sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und durch AdWords wachsen.

19. April 2007

Mindestgebot und Matching Types

Ich versuche eigentlich immer alle Top-Keywords in einem Konto mit allen 3 Matching Types zu buchen, um so mehr Transparenz über die tatsächlichen Suchanfragen der User zu bekommen. Wer ein Keyword in einer Anzeigengruppe 3-fach eingebucht hat und die Spalte des Qualitätsfaktors aktiviert hat, wird vielleicht schon einmal bemerkt haben, dass das Mindesgebot bei allen 3 Matching Types gleich ist. Wie kann das denn sein?

Natürlich steckt da ein System hinter, da Google das Mindestgebot bei allen Matching Types gleich berechnet und jeweils den Qualitätsfaktor des Keywords mit dem Matching Type Exact als Grundlage verwendet. So kann es sein, dass die Keywords bei den unterschiedlichen Matching Types unterschiedlich hohe Klickraten haben, das Mindestgebot jedoch gleich ist. Eine hohe angezeigte Klickrate muss deshalb auch noch lange kein Garant für ein niedriges Mindestgebot sein.

Minimum CPCs

Ich hoffe es haben jetzt schon mehr Konten die Spalte mit dem Qualitätsfaktor aktiviert und sich an die Optimierung der Kampagnen gesetzt. Der Qualitätsfaktor wird bekanntlich in 3 Stufen angegeben: Hoch, OK und Gering.
Ich hab mir mal ein paar Keywords und deren Minimum CPCs angesehen, die neben den Qualitätsfaktoren angezeigt werden. Die Stufen der Minimum CPCs sind:

  • Hoch: 0,01 - 0,04€
  • OK: 0,05 - 0,23€
  • Gering: ab 0,30€
Auch innerhalb dieser Stufen gibt es wieder schrittweise Erhöhungen die höher werden, je schlechter der Qualitätsfaktor ist. Obwohl es in diversen Blogs immer wieder die Meinung gibt, dass ein Minimum CPC immer durch eine schlechte Landing Page hervorgerufen wird, handelt es sich hier lediglich um ein Gerücht, da es mehrere Faktoren gibt, die für einen geringen Qualitätsfaktor sorgen können.

18. April 2007

Warum soll ich meine Marke als Keyword buchen?

Die kleinste Herausforderung für einen SEO ist es die eigene Marke bei den SERPs auf Platz 1 zu bringen, wenn jemand nach der Marke sucht. Oft gibt es auch noch eine kleine One Box unter der Kurzbeschreibung und die Klickraten sind sehr hoch. Warum soll ich in meiner AdWords Kampagne nun meine eigene Marke als Keyword buchen, wenn ich sowieso den Traffic bekomme - und das auch noch kostenlos?

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, aber ich habe bisher allen Kunden geraten die Marke und einige Vertipper zu buchen. Natürlich werden jetzt viele Denken, dass einem Google Mitarbeiter nichts anderes übrig bleibt als so zu argumentieren, aber ich denke es gibt auch ein paar vernünftige Gründe, die dafür sprechen:

  • Branding Effekt: Eine farbig hinterlegte Anzeige ist für viele User immer noch ein Zeichen für qualitativen Inhalt und viele erwarten von großen Unternehmen dieses Branding
  • Kurzbeschreibung: Die Kurzbeschreibung der Seite kann flexibler über die AdWords Anzeige gesteuert werden. Wenn sich die Zahl der Mitglieder von 2,3 auf 2,4 Mio. erhöht, kann hier schneller reagiert werden.
  • Der CPC für die Klicks auf die Markenbegriffe ist in der Regel sehr niedrig und liegt nur bei ein paar Cent.
  • Klickrate: Die Markenbegriffe haben in der Regel eine sehr hohe Klickrate. Da die Klickrate des Kontos hierdurch erhöht wird, werden auch die Quality Scores der anderen Keywords unterstützt. Wer sehr viele Klicks auf die Markenbegriffe hat, kann schon einen deutlichen Effekt bemerken.
  • Vertipper: Bei Vertippern der Markenbegriffe können auch Anzeigen von Konkurrenten erscheinen. Die Buchung der Vertipper von der eigenen Marke kann Klicks bei den Wettbewerbern reduzieren.
Es gibt noch einige andere Argumente, aber ich denke diese hier sind die wichtigsten.

Dynamische Parameter in Tracking Links

Nicht jeder AdWords Kunde ist auch gleichzeitig Nutzer von Google Analytics, sondern viele haben ein eigenes Tracking verwendet. Um möglichst viele Informationen durch die URL übergeben zu lassen, können dynamische Parameter genutzt werden. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Parameter:

  • Search/Content
  • Keyword
  • Anzeigentext
  • Website
Bei Search/Content kann durch einen Parameter angezeigt werden, ob der Klick aus dem Such- oder Content-Netzwerk kommt. Die URL muss hier durch den Parameter {ifsearch:S}{ifcontent:C} erweitert werden. Bei mir würde das so aussehen: www.inside-sem.com?type={ifsearch:Suche}{ifcontent:Content}, wobei die Angaben hinter dem Doppelpunkt individuell festgelegt werden können. Die Übergabe der Informationen in der URL sieht anschließend wie folgt aus: www.inside-sem.com&type=Suche.

Des Weiteren kann in der URL das Keyword, das die Anzeige ausgelöst hat, angezeigt werden, indem {keyword} angehängt wird. Hier kann man sich auch die unterschiedlichen Matching Types anzeigen lassen.

Der Anzeigentext mag zwar auch interessant sein, jedoch ist es mit etwas mehr Aufwand verbunden, da lediglich eine Nummer für den Text übergeben wird. Am besten muss vorab manuell jeder Anzeigentext, der jeweiligen Nummer zugeordnet werden. Der Parameter heisst ganz einfach {creative}.

Für Site Targeting Kampagnen kann zusätzlich die Seite, auf der die Anzeige erschienen ist, übergeben werden. Der Parameter {placement} muss in diesem Fall verwendet werden. Es funktioniert aber nicht bei Content Targeting Kampagnen, sondern nur bei Site Targeting.


17. April 2007

Durchschnittlichen CPC festlegen

Google wird in den nächsten Tagen alle AdWords Konten für eine neue Gebotsmanagementfunktion freischalten. Mit dem Tool "Bevorzugte Gebote" kann ein durchschnittlicher CPC angegeben werden, den das System automatisch steuert. Es wird nicht wie beim Budget Optimizer ein maximales Budget angegeben, aus dem eine möglichst hohe Zahl an Klicks generiert wird, sondern in diesem Fall gibt es bei dem Tool keine Obergrenze, solange wie der angegebene CPC stimmt. Neben dem bevorzugten CPC kann auch der bevorzugte CPM (1.000 Impressionen der Anzeigen) angegeben werden.

Wer also den durchschnittlichen Revenue pro User auf seiner Seite kennt, kann mit diesem Tool seine AdWords Kampagne optimieren ohne viel Energie aufzuwenden. Natürlich nimmt das Tool keine Rücksicht auf Details bei der Aussteuerung und man kommt nicht um die aufwendige Optimierung von Anzeigentexten, Anzeigengruppen und Keywordlisten herum. Man kann jedoch mit wenig Aufwand schon sehr viel erreichen.

Website Optimizer mit weiteren Funktionen

Viele habe bestimmt schon vom Website Optimizer gehört, der seit letzter Woche für alle AdWords Kunden frei zugänglich ist. Einfach unter www.google.com/websiteoptimizer registrieren und starten.

Bisher konnte man mit dem Website Optimizer wunderbar die Conversion Rate auf seinen Seiten optimieren. Mit Hilfe von Google Analytics ist es jedoch auch möglich viele andere Variablen zu optimieren. Man könnte zum Beispiel mit Hilfe des Website Optimizers die Besuchszeit, die Absprungrate oder den Wert einer Seite optimieren. Wenn die Ziele richtig formuliert werden, kann sogar der komplette Trichterprozeß für die Zielerreichung durch den Test von verschiedenen Variablen verbessert werden. Offiziell ist im Support vom Website Optimizer keine Information zur technischen Umsetzung zu finden. Shawn Purtell von ROI Revolution hat auf seiner Seite eine detaillierte Beschreibung zur Umsetzung und den Möglichkeiten gegeben.

Ich glaube der Website Optimizer wurde bisher einfach noch unterschätzt und die Möglichkeiten, die er bietet, werden jetzt erst nach und nach entdeckt. Viel Spass beim experimentieren.

Präsentationen mit Google erstellen

Es hat zwar nicht wirklich etwas mit SEM zu tun, aber ich wollte doch kurz etwas zum neusten Update aus der Docs & Spreadsheets Familie geben. In Kürze wird es möglich sein neben den Text- und Tabellenprogrammen Präsentationen zu erstellen.
Ich nutze selbst jeden Tag die anderen beiden Produkte und finde besonders die Erstellung von Tabellen klasse. Natürlich hat man nicht so viele Optionen wie bei Excel, dafür kann man sehr gut im Team mit einem Sheet arbeiten und hat kein Problem mit der aktuellsten Version. Ich bin mir sicher, dass die Programme in Zukunft noch stärker verbreitet sein werden und freue mich auf die neuen Präsentationen.

11. April 2007

The Anatomy of Clickbot.A

Passend zu meinem letzten Post über die Möglichkeit ungültige Klicks in Reports anzeigen zu lassen, hat Google eine Fallstudie veröffentlicht, die zeigt mit was für Angriffen Google regelmäßig konfrontiert wird und wie das Thema behandelt wird. Es wird der Fall des Clickbot.A dargestellt, der ein Netzwerk von 100.000 Rechnern für den Angriff genutzt hat.

Die Studie ist wirklich interessant und geht sehr weit ins Detail. Einfach mal herunterladen und in Ruhe lesen mit was für einem enormen Aufwand versucht wird Klickbetrug zu begehen.

Ungültige Klicks werden angezeigt

Ich denke der Start der neuen Reporting Funktion für ungültige Klicks ist etwas untergegangen und wurde noch nicht viel genutzt. Ich finde es aber sehr interessant sich einmal die Zahl der ungültigen Klicks, die Google herausfiltert anzeigen zu lassen und hab mir gleich mal ein paar Reports gezogen. Was ungültige Klicks sind wurde ja nun schon oft diskutiert und auch der Tuzhilin-Report hat das Thema etwas aufgedeckt.

Einfach auf Berichte - Bericht erstellen gehen und nun einen Konto- oder Kampagnenbericht zusammenstellen. Bei den erweiterten Einstellungen kann nun unter Spalten hinzufügen der Punkt "Rate unzulässiger Klicks" ausgewählt werden.

Ich denke es sollte in der Regel eine einstellige Prozent-Zahl herauskommen, die um 5% herum pendelt. Interessant fand ich aber, dass die Zahl der ungültigen Klicks aus dem Content-Netzwerk nicht höher ist als die von Google.de.

10. April 2007

Neue AdWords Oberfläche

Viele haben es bestimmt bereits in ihrem Konto bemerkt, denn die AdWords-Oberfläche wurde bei vielen Konten der Standard-Edition verändert. Die Seite mit der Kampagnenzusammenfassung hat ein neues Layout bekommen, wobei die Auswahlmöglichkeiten zurzeit noch beschränkt sind. Bisher ist es nur möglich den Medientyp Online-Kampagnen zu wählen.

Was hat das alles zu bedeuten? Google hat in den letzten Monaten sehr viele Projekte gestartet, die Werbung außerhalb der Suchmaschine ermöglichen. Audio Ads, Print Ads, TV Ads oder In-Game Ads wurden bereits öfters genannt und Google scheint es ernst zu meinen, was durch zahlreiche Akquisitionen gezeigt wurde. Es würde mich deshalb nicht wundern wenn in Kürze neben Online-Kampagnen auch andere Medien in der Kampagnenzusammenfassung zu finden sind.

Zu den Online-Kampagnen gehören alle bisher gewohnten Werbeformate wie Text Ads, Image Ads, Mobile Ads oder auch Video Ads. Die neuen Werbeformate werden die AdWords Oberfläche auf jeden Fall einen Schritt weiter in Richtung Werbeplattform für verschiedene Medien bringen. Es bleibt also spannend!

Guter Klick vs. Schlechter Klick

Es ist gar nicht so lange her als das AdWords Ranking ganz einfach durch die Formel CTR x MaxCPC bestimmt wurde. Diese Zeiten sind seit der Einführung der Landing Page Quality nun endgültig vorbei und der Quality Score wurde zur nächsten großen Black Box ernannt. Ziel des Quality Scores soll eine Verbesserung der Qualität der AdWords Anzeigen sein, was die User experience erhöht, denn ein glücklicher User wird auch wiederkommen.

Doch nicht nur die User experience ist bei AdWords interessant, sondern auch die Zufriedenheit der Werbekunden. Suchmaschinenmarketing hat als große Kernkompetenz das genaue Targeting und erreicht die User gerade dann wenn sie auch eine Kaufintention haben oder sich zumindest informieren wollen. Die Anpassung der Hintergrundfarbe auf gelb ist ein weiterer Schritt in Richtung genaues Targeting, da es weniger schlechte Klicks, die nicht konvertieren, geben wird.

Google muss das Interesse haben das Targeting noch mehr zu verfeinern, sodass die Marketingbudgets noch effizienter investiert werden können. Für die Werbekunden sind also nur gute Klicks, also Klicks die auch auf der eigenen Website konvertieren, interessant und schlechte Klicks sollten vermieden werden. Wie kann also die Zahl der guten Klicks optimiert werden? Die Antwort können nur ein engeres Keyword-Portfolio, präzisere Anzeigentexte und individuellere Landing Pages sein. Ich bin mir nicht ganz sicher in welche Richtung sich der Quality Score bewegen wird, könnte mir aber vorstellen, dass in Zukunft die Relevanz der Landing Pages noch stärker beachtet wird. Der User sollte sich daran gewöhnen, dass er auf einer Landing Page auch genau das findet was ihm durch den Anzeigentext versprochen wird.

Die Zeiten von Anzeigengruppen mit sehr vielen Keywords, Standard-Anzeigentexten und nur einer Landing Page werden bestimmt bald vorbei sein. Die Kontenstruktur wird in Zukunft von vielen Anzeigengruppen mit jeweils einer überschaubaren Anzahl von Keywords und exakt angepassten Anzeigentexten geprägt sein. Jede Anzeigengruppe wird eigene Landing Pages haben, auf denen der User jeweils Content findet, der auf das Keyword angepasst ist.

Wer sich jetzt noch einmal die Faktoren, die für den Quality Score relevant sind, anschaut, wird erkennen, dass es in diese Richtung gehen wird.

Vielen Dank für 171 Links

Vor 3 Wochen ging der Inside-SEM Blog live! In diesen 3 Wochen habe ich genau 171 verweisende Links bekommen, was gleich für einen Senkrechtstart gesorgt hat. Ein großes Dankeschön an den Mediadonis, seoFM und Jojo, die mir sehr viel Traffic gebracht haben. So macht bloggen Spaß!!!

Keyword Formate

Der Inside AdWords Blog war dieses Mal etwas schneller als ich und hat gestern bereits etwas über Keyword Formate geschrieben. Trotzdem will ich das Thema nochmal aufnehmen, da es eigentlich kaum beachtet wird. Wenn ich mir ein wenig AdWords Konten ansehe, finde ich eigentlich kaum ein Konto, das Keyword Formate richtig umgesetzt hat. Es wird auf der einen Seite viel mit Bindestrichen und Groß-/Kleinschreibung gearbeitet, auf der anderen Seite werden Plurals und Umlaute nicht beachtet. Grundsätzlich kann man sagen:

  • Keywords beachten keine Groß- und Kleinschreibung. Ich kann also im Konto alle Keywords klein schreiben.
  • Zeichen wie Bindestriche und Punkte werden vom System nicht beachtet. Wenn Wörter wie "sonnen-creme" gebucht werden sollen, kann der Bindestrich ruhig weggelassen werden. Das Keyword sollte aber nicht nur als "sonnen creme", sondern auch als "sonnencreme" gebucht werden, da das System die Wörter nicht automatisch zusammensetzt. Der Bindestrich spielt allerdings bei Keyword Insertion eine Rolle. Wenn ich im Konto das Keyword "sonnen-creme" gebucht habe und Keyword Insertion verwende, wird der Bindestrich auch in den Anzeigentext übernommen.
  • Wenn ein wichtiges Keyword als Singular gebucht wurde, sollte es zusätzlich als Plural gebucht werden. Die Anzeige sollte zwar über den Broad Match auch beim Plural ausgeliefert werden, die Chancen werden bei der genauen Buchung aber erhöht.
  • Umlaute sollten beachtet werden. Wenn ich das Keyword "singlebörse" buche, sollte auch gleichzeitig "singleboerse" gebucht werden. Die Anzeigentexte können hier ebenso wie bei den Plural Schreibweisen genauer und zielgerichteter verfasst werden, sodass die Keywords auch als Plural oder mit oe fett gedruckt werden.
Es ist hier hauptsächlich keine Frage der Auslieferung, da das System die Anzeigen meistens über den Broad Match trotzdem ausliefert, sondern eher eine Frage der zielgerichteten Anzeigentexte. Es sollte beachtet werden, dass die wichtigsten Keywords auch in der Plural Version oder ähnlichen Schreibweisen fett gedruckt werden.

Es wird so viel über den Quality Score geredet, aber nur wenige versuchen wirklich die Informationen die offen liegen zu nutzen. Wer die Klickrate der Anzeigentexte durch solche Maßnahmen erhöht, tut bestimmt etwas Gutes für seinen Quality Score.

5. April 2007

Warum erscheinen meine Anzeigen nicht auf Google.com?

Es gibt wohl noch einige Leute, die lieber auf Google.com, als auf Google.de suchen. Wer das schon einmal gemacht hat, wird feststellen, dass dort zum Teil andere Anzeigen zu sehen sind als auf Google.de. Es ist zwar jedem selbst überlassen zu urteilen ob es wirklich einen großen Traffic-Anstieg gibt, wenn die Anzeigen auch auf Google.com erscheinen, jedoch gibt es einige Kunden die darauf Wert legen.
Wenn man in den Kampagneneinstellungen (Kampagne markieren - Einstellungen bearbeiten) als Zielsprache nicht nur Deutsch auswählt, sondern zusätzlich Englisch, werden die Anzeigen auch auf Google.com zu sehen sein. Alternativ kann man natürlich auch gleich alle Sprachen auswählen, ohne sich auf eine spezielle festzulegen.

3. April 2007

Anzeigen überwachen ohne Impressions zu erzeugen

Für Tests ist es manchmal notwendig die eigenen Anzeigen bei Google immer wieder zu überwachen. Bei einigen Keywords, die nicht sehr viel Traffic haben, kann es dadurch leider zu einer relativ hohen Zahl an Impressions kommen, die die Klickrate meiner Keywords und der Texte negativ beeinflusst. Natürlich tritt dieses Problem nur bei Keywords, die normalerweise nicht sehr viel Traffic haben, auf. Nun kann man sich natürlich schnell Sorgen um den Qualitätsfaktor und die Kosten machen, da eine niedrige Klickrate negative Auswirkungen auf den Qualitätsfaktor hat.

Mit dem Adtest kann eine Vorschau der Google-Seite erstellt werden, die keine Impressions verursacht und somit auch nicht den Qualitätsfaktor beeinflusst. Einfach ganz normal das Keyword (hier: analytics) eingeben und man erhält dieses Ergebnis: http://www.google.de/search?hl=de&q=analytics&btnG=Google-Suche&meta=

Nun muss an die URL der Parameter &adtest=on angehängt und Enter gedrückt werden. Man erhält nun dieses Ergebnis http://www.google.de/search?hl=de&q=analytics&btnG=Google-Suche&meta=&adtest=on , welches keine Impressions erzeugt. Timo könnte so ganz einfach seine AdWords-Anzeigen überwachen ohne seine Klickrate zu senken.

2. April 2007

10+20=60 - warum es ohne SEO nicht geht!

Es mag sich für viele SEOs selbstverständlich anhören, aber die einfache Formel 10+20=60 ist bei dem großen Teil der Marketingentscheider von großen Firmen noch nicht angekommen. Es wurde in diversen Foren oft diskutiert ob es vielleicht eine Verbindung zwischen den AdWords Anzeigen und dem Google Index gibt. Meines Wissens nach gibt es so eine direkte Verbindung nicht und wird es auch nie geben, eine indirekte Verbindung existiert aber in der Tat.
Ich bin vor Kurzem wieder über die alte Studie von MarketingSherpa (IT Marketing Metrics Guide, Mai 2004) gestolpert und muss sagen, dass sie in der Regel voll zutrifft. Die Studie behandelt unter anderem die Verbindung zwischen PPC und SEO. Wenn ich mich mit meiner Kampagne lediglich auf SEO konzentriere, kann ich mit einer Top-Position im Google Index bei 1.000 Impressions 20 Klicks bekommen. Möchte ich dagegen alle meine Aktivitäten auf AdWords konzentrieren, kann ich aus 1.000 Impressions 10 Klicks bekommen. Bisher hört sich alles ganz logisch an, aber was passiert wenn ich mich dazu entscheide beide Kanäle voll auszunutzen und mich auf SEO und PPC konzentriere? Das Resultat werden hier bei 1.000 Impressions nicht etwa 30 Klicks, sondern 60 Klicks sein.

Der Effekt hört sich nach reiner Theorie an, wurde mir jedoch von mehreren großen Unternehmen bestätigt. Wer testweise für ein paar Tage seine AdWords Kampagne eingestellt hat, musste leider auch einen Einbruch bei den Klicks aus dem Index feststellen. Es scheint einen gewissen Branding-Faktor zu geben, der die Klickrate bei Index-Ergebnissen anhebt wenn AdWords geschaltet werden. Die vielen On-site Optimierungen können sich also erst richtig bezahlt machen, wenn entschieden wird eine AdWords-Kampagne zu starten.

Auf der anderen Seite bedeutet es für Unternehmen, die bisher ihre Marketingaktivitäten auf AdWords konzentriert haben, dass sie sich schleunigst mit SEO beschäfitgen sollten, da sie einen Teil der AdWords-Marketingpower verschenken. Die volle Kraft von SEO und PPC kann also nur genutzt werden, wenn ich beides parallel bearbeite.

AdWords Kampagnen in den USA

Wie kann ich eigentlich AdWords Kampagnen, die für die USA geschaltet werden, ansehen? Hört sich einfach an, ist es in Wirklichkeit auch. Logischerweise würde bestimmt jeder zunächst auf Google.com gehen und dort das Keyword (z.B. ringtones) eingeben, um Anzeigen für Klingeltöne in den USA zu finden. Leider kommt dann dieses Ergebnis http://www.google.com/search?hl=en&q=ringtones&btnG=Google+Search und jeder wird gleich erkennen, dass es sich kaum um die AdWords Anzeigen für die USA handeln kann.

Um die tatsächlichen Anzeigen zu sehen, muss nun an die URL einfach der Parameter &gl=us angehängt und erneut Enter gedrückt werden. Schon wird man dieses Ergebnis sehen http://www.google.com/search?hl=en&q=ringtones&btnG=Google+Search&gl=us was schon viel besser aussieht.