20. Juni 2007

10 Tipps fürs Content Targeting

Wer mit seinen AdWords-Anzeigen nicht nur bei Google und im Suchnetzwerk erscheinen will, kann einfach bei den Kampagneneinstellungen die Option Content-Werbenetzwerk auswählen. Bei neuen Kampagnen ist die Option bereits per Default eingestellt.
Wer aus seinen Content-Targeting Kampagnen noch mehr herausholen will, sollte beachten, dass das Werben hier grundsätzlich anders funktioniert als eine einfache Kampagne für das Suchnetzwerk. 10 Tipps, die beachtet werden sollten, um auf eine hohe Reichweite zu kommen und dabei die Kosten im Griff zu behalten:

1. Erstelle eine separate Kampagne für das Content Targeting und schalte über die Einstellungen die Google-Suche und das Suchnetzwerk aus.
2. CPC-Gebote sollten individuell für das Content Targeting festgelegt werden und sind von den anderen Kampagnen losgelöst.
3. Erstelle kleine Anzeigengruppen mit nur wenigen Keywords, die sehr eng gefasst sind und ein Thema beschreiben.
4. Die Performance der Kampagne sollte auf jeden Fall mit einem Tracking Tool überwacht werden.
5. Verwende wichtige Keywords mehrfach. Ein wichtiges Keyword kann in verschiedenen Anzeigengruppen vorkommen. Es gibt hier nicht wie bei den Kampagnen für die Google-Suche Konflikte.
6. Verwende keine Vertipper-Keywords.
7. Erstelle eigene Anzeigentexte. Die User im Content-Netzwerk sind eher am recherchieren und sollten deshalb über die Texte anders angesprochen werden als bei der Google-Suche.
8. Behalte eine einheitliche Botschaft bei den Keywords und dem Anzeigentext. Die Keywords in der Anzeigengruppe sollten thematisch zum Anzeigentext passen.
9. Es sollten die Seiten, auf denen die Anzeigen erscheinen, sorgfältig nach Performance ausgewertet werden.
10. Websites mit hohen Kosten und wenig Conversions sollten über die Tools ausgeschlossen werden. Für die Top-Seiten mit sehr guten Conversion-Raten und niedrigen Kosten sollten die Gebote angepasst werden, damit man noch mehr Klicks erhält.

Viel Spass beim Optimieren!

Die IP-Adresse meiner Wettbewerber

Google hat vor einigen Tagen ein Tool zum Ausschlus von IP-Adressen gestartet. Da schon jeder Blog darüber berichtet hat, werde ich das Tool nicht auch noch erklären.
Es handelt sich hier auch um ein Tool, das ich bisher noch nie nutzen musste. Da ungültige Klicks automatisch nicht gezählt werden, sollte es auch nicht so einfach für einen Wettbewerber sein die Anzeigen der Konkurrenz mehrmals hintereinander anzuklicken und somit die Kosten in die Höhe treiben. Für einige AdWords-Kunden, die nur sehr niedrige Ausgaben haben, kann jeder falsche Klick schmerzhaft sein. Doch wie kann ich herausbekommen, ob auch wirklich einer meiner Wettbewerber auf die Anzeigen klickt?

Am besten nutzt man hier Analyse- und Tracking-Tools, um unnatürliches Verhalten auf der Website zu identifizieren. Ein Blick in die Logfiles kann dann die jeweilige IP-Adresse ausfindig machen. Ein paar weitere Tricks sind auf der Seite PPCLab beschrieben, da sich nicht jeder Wettbewerber so leicht entdecken lässt.

15. Juni 2007

Eye Tracking: In China gibt es kein "F"

Eye Tracking Studien sind nach wie vor angesagt und werden gerne zitiert. Man kann zum Teil seine Gebotsstrategie aus dem Blickverlauf der User schließen und auch Agenturen nutzen gerne die graphisch aufgewerteten Heat Maps, um den Kunden zu zeigen, dass sie bei AdWords auf den Top-3 Positionen stehen müssen.
Die Agentur Enquiro hat eine neue Eyetracking-Studie vorgestellt, in der der Blickverlauf der amerikanischen User mit chinesischen Usern verglichen wird. Die Studie hat einige interessante Ergebnisse hervorgebracht:

- In China werden die Suchergebnisse nicht nach dem bekannten F-Schema gescannt, sondern gehen verstärkt in die Breite.
- In den USA bleiben die User 8-10 Sekunden auf der Seite mit den Suchergebnissen. In China bleiben sie 30-55 Sekunden.
- Auf Google.cn werden die Ergebnisse ca. 30 Sekunden lang gelesen, auf Baidu 50 Sekunden.

14. Juni 2007

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft des Quality Scores

Der Google AdWords Evangelist Frederick Vallaeys hat in einem Interview einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Quality Scores und der Landing Page Quality gegeben.
Im ersten Teil ist besonders das Thema "freshness" des Seiteninhalts ein interessantes Thema, wobei dieser Faktor bisher nicht bei AdWords berücksichtigt wurde.
Im zweiten Teil werden die Themen "Back-Button rate" und "landing page Keywords missing" erwähnt.
Auf deutsch bedeutet die Back-button rate, die Rate der User, die gleich nachdem sie bei Google auf eine Anzeige geklickt haben, wieder auf den Back-Button im Browser klicken, da sie nicht die gesuchten Informationen auf der Seite gefunden haben. Je höher diese Rate ist, desto schlechter wird die jeweilige Website beurteilt.

Mit "landing page Keywords missing" wird gemeint, dass auf der Landing Page einer AdWords Anzeige kein Thema behandelt wird, das mit dem eingegebenen Keyword und dem Anzeigentext übereinstimmt.

Frederick sagt zwar nicht, ob diese Punkte zurzeit für die Landing Page Quality relevant sind, jedoch sind es zumindest Punkte, bei denen diskutiert wird sie in den Quality Score für die Landing Page aufzunehmen.
Es werden in Zukunft auch noch mehr Informationen über die Landing Page Quality im Adwords Konto verfügbar sein. Ich bin gespannt!

13. Juni 2007

Content Targeting optimieren mit dem Platzierungsbericht

Wenn die ersten Auswertungen des Platzierungsberichts erstellt wurden und der Schock über die große Anzahl an Seiten überwunden ist, kann der Bericht auch sehr gut zur Optimierung genutzt werden.

Bei eingeschaltetem Conversion Tracking werden für jede Domain auch die Kosten pro Conversion angezeigt. Es kann also schnell gesehen werden welche Websites für mich sehr gut laufen und welche nur hohe Kosten verursachen. Die schlechtesten Seiten können über die Tools ausgeschlossen werden. Natürlich würde Google diesen Report nicht nur veröffentlichen damit AdWords Kunden Websites des Content Netzwerks ausschließen, sondern auch damit man sich verstärkt auf die guten Seiten konzentrieren kann.

Hierzu sollten die Anzeigengruppen für das Content Targeting viel enger gefasst werden und nur ein paar Keywords beinhalten. Angenommen ich habe 200 Keywords in einer Anzeigengruppe, so ist es für mich sehr schwierig herauszubekommen welche Keywords für die Schaltung von Anzeigen im Content Netzwerk die wichtigsten sind. Habe ich dagegen nur 5 Keywords in der Anzeigengruppe (dafür aber entsprechend mehr Anzeigengruppen), kann ich diese ganz anders optimieren. Sehe ich in einer Anzeigengruppe, dass dort sehr gute Conversions erzielt werden und ich habe auch die entsprechenden Websites identifiziert, kann ich über die Gebote versuchen genau hier mehr Klicks zu bekommen.

Klappt eigentlich immer ganz gut und es gibt mir natürlich auch ein besseres Gefühl wenn ich weiss auf welchen Seiten meine Anzeigen erscheinen und ob diese Seiten auch zu meiner Marke passen.

Die Blackbox Content Netzwerk öffnet sich etwas

Bisher war es für AdWords Kunden, die neben Google.de auch im Content Netzwerk werben, nur sehr schwer herauszubekommen auf welchen Seiten die Anzeigen erscheinen. Es gab also nur die Möglichkeit das Content Netzwerk zu aktivieren und über die Gebote zu optimieren, ohne die tatsächlichen Domains zu kennen.
Google hat jetzt einen Platzierungsbericht veröffentlicht, in dem detailliert alle Websites aus dem Content Netzwerk aufgelistet werden, auf denen die Anzeigen meiner AdWords Kampagne gelaufen sind.

Wer sich zum ersten Mal einen Bericht erstellt, wird bestimmt erstaunt sein wie viele verschiedene Domains hier erscheinen und wird verstehen wie wichtig der Longtail ist. Es gibt zwar in jedem Bereich ein paar "Stars" unter den Websites, jedoch zusätzlich auch eine sehr lange Liste an kleinen Seiten mit geringem Umsatz. Für SEOs wird es bestimmt auch interessant zu sehen auf welchen Seiten viel AdSense Umsatz fliesst.

Der Bericht wird schrittweise freigegeben und sollte in ein paar Tagen in jedem AdWords-Konto freigeschaltet sein. Viel Spass bei stöbern:)

11. Juni 2007

AdWords Arbitrage von Pepperjam

Kris Jones von Pepperjam hat einen sehr guten Artikel über Search Arbitrage geschrieben. Die Kombination von Affiliate Kampagnen und AdWords ist für viele noch immer sehr profitabel, obwohl die Luft wieder etwas dünner geworden ist.

Die Punkte von Kris sind wirklich gut zusammengefasst und ich denke viele Affiliates werden weiterhin an ihren Seiten basteln, sodass sich auch in Zukunft das Arbitrage Geschäft lohnt. Die Qualität muss aber mit Sicherheit steigen!

Feedback

Als ich vor 2,5 Monaten mit diesem Blog gestartet bin, war die eigentliche Idee ein paar Fragen und Themen, die ich täglich mit Kunden bespreche, hier noch einmal für alle aufzuschreiben. Natürlich ist es klar, dass man als Google Mitarbeiter nicht unerkannt im Web bleibt, jedoch hätte ich nicht mit so vielen Lesern gerechnet. Gerade in den letzten Wochen ging die Zahl der Besucher deutlich nach oben und ich habe sehr viel Feedack bekommen.
Da ich bisher fast nur Mails mit positivem Feedback bekommen habe, war ich dankbar, dass bei einigen Blogs, wie z.B. Basic Thinking etwas negatives Feedback aufgekommen ist.

Da die Leser offensichtlich nicht nur Herdcore-SEMer sind, würde mich auch interessieren was andere denken. Ist das alles unverständlich was ich schreibe oder total langweilig, da nichts neues? Schreibt mir einfach mal, ich bin mal gespannt auf etwas ehrliches Feedback:)

Alle lieben den Website Optimizer!

Habt Ihr schon einmal den Website Optimizer, oder auf Deutsch: Website-Optimierungstool, getestet? Wer nicht weiss was das ist, kann einmal in seinem AdWords-Konto bei der Kampagnenverwaltung nachsehen. Dort gibt es ein Feld mit dem Website-Optimierungstool. Vielleicht ist die Beschreibung der Implementierung für einige etwas abschreckend, jedoch ist es für HTMler alles andere als schwer. Mit dem Tool kann die Landing Page nach diversen Zielen optimiert werden.

Ein paar der Google Fans und Freaks haben das Tool bestimmt schon längst getestet und ihre Websites optimiert, wobei sich die Masse der AdWords-Kunden noch nicht daran gewagt hat.

Ich kann aber nur sagen: Testen! Das Tool ist wirklich klasse und die ersten Ergebnisse sind beeindruckend. Unternehmen, bei denen ich dachte sie hätten bereits eine Top-Website, haben noch einmal richtig viel herausgeholt. Mittlere 2-stellige Steigerungen der Conversion Rate sind keine Seltenheit.

Auch wer keine Lust hat sich mit dem Tool zu beschäftigen, muss aber damit rechnen, dass sich seine Wettbewerber das Tool etwas genauer ansehen. Da es kostenlos ist, wird bestimmt irgendjemand in der Branche ein paar Tests machen und dadurch vielleicht einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Die Qualität der Websites wird dadurch bestimmt deutlich gesteigert - und der Wettbewerb auch!

Content, Content, Content

Obwohl sich Google weiterhin in einem enormen Tempo entwickelt, scheint es mir als ob es zurzeit einen Relaunch des vor langer Zeit gestarteten Content-Netzwerks gibt. Wenn mich jemand fragt was zurzeit den größten Fokus bekommt, muss ich sagen: Content Targeting, also die Schaltung von AdWords-Anzeigen auf Partner-Websites. Einst abgeschrieben und unbeliebt, haben sich in den letzten Monaten wieder fast alle mit dem Thema beschäftigt.

Einige Unternehmen laufen mit ihrer AdWords-Kampagne bereits auf einem sehr hohen Niveau und suchen nach weiteren Wegen zur Steigerung des Klickvolumens. Das Content Targeting funktioniert wieder und kann immer besser ausgesteuert werden.

Die Qualität der Partnerseiten ist besser geworden und es lässt sich immer besser aussteuern auf welchen Seiten die Anzeigen erscheinen. Durch ziemlich kleine Anzeigengruppen, eigenen Anzeigentexten und extra für das Content Targeting gebaute Landing Pages, kann zum Teil ein enorme Steigerung der Zahl der Klicks erreicht werden.

Die SEOs und andere Publisher freuen sich bestimmt über die AdSense Umsätze und ich bin mir sicher, dass Seiten mit guten Inhalten in Zukunft noch höhere AdSense Umsätze machen werden. Wenn es nach mir geht werden in den nächsten Monaten noch viel mehr Euros bei den Partner-Websites untergebracht werden:)

5. Juni 2007

Google Developer Day in Hamburg

Letzte Woche gab es ja, wie von Timo angekündigt, in Hamburg den Developer Day. Da ich kein Techie bin, habe ich mich dort auch nicht hingetraut und hätte bestimmt auch nicht viel verstanden.
Für alle die sich mit Google Maps, Earth, API usw. beschäftigen oder gerne sehen wollen in welche Richtung sich Google bewegt, gibt es bei Youtube jetzt alle Präsentationen zum ansehen.

Ein paar davon sind wirklich klasse und besonders die ganzen Maps mashups bieten bestimmt neue Ideen für Websites. Es gibt auch noch viele weitere Videos von Developer Days aus anderen Ländern, wobei Google oft mehr erzählt, als man gewohnt ist. Aber bevor sich die SEOs freuen: Über den Algorithmus wirt nichts verraten.

Manchmal braucht man kreative Pausen

Nachdem ich in den ersten Wochen nach dem Start von Inside-SEM doch recht viele Artikel geschrieben habe, ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig gewesen. Das liegt nicht daran, dass bei Google nichts passiert, keine Updates herauskommen und keine Firmen gekauft werden, sondern eher an meinem Urlaub. Nach 2,5 Wochen Südafrika kamen dann noch ein paar Tage Dublin hinzu und schon liegt ein Blog brach.
Ich habe dazu noch ein paar Tage gebraucht um mich mit allen Google News vetraut zu machen, sodass es jetzt wieder los gehen kann.