Heute gibt es einen Gastbeitrag von meinem Kollegen Klaas Flechsig, der bei Google als Account Strategist arbeitet. Klaas ist bei allem was die Optimierung von Keywords, Anzeigentexten und Kontenstruktur angeht der Experte und kennt sich bei vielen Details besser aus als die meisten anderen Googler. Deshalb bin ich ihm dankbar für den Beitrag und freue mich schon auf die nächsten Artikel von ihm.
Zunächst mal herzlichen Dank an Lennart, mir hier einen Platz zur Verfügung zu stellen! Ich bin bei uns im Team für die Neuerstellung und Optimierung von AdWords-Kampagnen zuständig. Und immer wieder stellt man dabei fest, dass immer wieder dieselben Fehler auftauchen. Heute mal ein Wort zu Negatives (auch ausschließende Keywords genannt).
Was tut ein Negative? Es filtert den Traffic, der über Ihre Kampagne zu Ihnen kommt. Beispiel: Sie haben das Wort „anzeige“ als Keyword gebucht, weil Sie einen Kleinanzeigenmarkt betreiben und ihn bewerben möchten. Da Sie nicht die User erreichen wollen, die eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen, buchen Sie z. B. die Negatives „erstatten“, „polizei“ und „diebstahl“.
Grundsätzlich gilt: Es ist keine AdWords-Kampagne vorstellbar, die völlig ohne Negatives auskommt (einzige Ausnahme: Kampagnen, die nur Exact-Match-Keywords beinhalten). Selbst wenn Sie mit Ihrer Kampagne ein Maximum an Traffic erzielen möchten, brauchen Sie Negatives. Die Gefahr ist sonst, dass Ihre Anzeige bei Suchanfragen erscheint, für die sie irrelevant ist und nicht geklickt wird. Ihre Klickrate sinkt also – und in der Folge steigen Ihre CPCs und Ihre Anzeigen rutschen im Ranking nach unten, wodurch die Klickrate noch weiter sinkt. Und am Ende bekommen Sie dann weniger Traffic als mit Negatives.
Wie finde ich Negatives? Nutzen Sie das Keyword Tool in Ihrem AdWords-Konto. Geben Sie einfach mal Ihre wichtigsten Keywords ein und lassen Sie sich häufig gesuchte Keyword-Variationen vorschlagen. Dabei sind dann viele nützliche neue Keywords, die Sie buchen können, aber eben auch viele irrelevante, die Sie als Negatives buchen können. Ganz wichtig dabei: Buchen Sie keine relevanten Keyword-Bestandteile als Negatives ein. Um beim Beispiel zu bleiben: Buchen Sie nur „erstatten“, nicht aber „anzeige erstatten“. So kann unser System besser erkennen, wo sich bei Ihren Keywords die Spreu vom Weizen trennt.
Eine andere gute Möglichkeit: der Bericht zur Suchanfragenleistung. Gehen Sie ihn durch und identifizieren Sie irrelevante Suchanfragen, bei denen Ihre Anzeigen erschienen sind.
Also noch mal: Negatives sind ein unverzichtbarer Bestandteil von AdWords-Kampagnen. Deshalb: unbedingt Negatives buchen!