22. Januar 2009

Keyword Triples - mag Google das?

In einem SEM-Beitrag im Forum Webmasterworld wurde das Thema 3-fache Einbuchung von Keywords in unterschiedlichen Matching Types diskutiert. Google hat von der 3-fachen Einbuchung abgeraten. Ein Beispiel ist das Keyword reisen in einer eigenen Anzeigengruppe:

reisen - Broad Match
"reisen" - Phrase Match
[reisen] - Exact Match

Diese Praxis führt natürlich dazu, dass die Zahl der Keywords in einem AdWords-Konto schnell sehr stark ansteigt und für Google zu einer hohen Serverbelastung (und damit verbunden die Kosten) führt. Ich kann deshalb gut verstehen, wenn die 3-fache Einbuchung nicht gerade gut ankommt. Solange es hierfür aber keine Abstrafung gibt, werde ich es aber nach wie vor machen.

Würde ich nur den Broad Match von reisen als Keyword buchen, werden hier bestimmt sehr viele Impressions und ein nicht so hoher CPC angezeigt. Schalte ich neben dem Broad Match dagegen das Keyword noch im Exact Match, wird für den Exact Match von [reisen] bestimmt ein deutlich höherer CPC angezeigt, da hier der Wettbewerb sehr hoch ist. Durch die 3-fache Einbuchung bekomme ich eine viel höhere Transparenz und kann meine Anzeigen sehr präzise schalten und durch Negatives optimieren. Immer mehr AdWords-Konten verzichten sogar komplett auf den Broad Match, da sie nicht dem Matching Algorithmus von Google ausgeliefert sein wollen und hier sehr sehr viel Geld hinter steckt.

Kommentare:

Refined Ads hat gesagt…

Danke, dass du meine These unterstützt und ebenso zu exact match rätst. Refined Ads hat genau dieses Verfahren, von Broad auf exact als eine der Kernfunktionen, da man sich dadurch ordentlich Geld sparen kann und die Effizienz merklich erhöht.

Lennart hat gesagt…

Ich bin schon lange ein Fan von Keyword-Triples, da es einfach die Transparenz erhöht. Im Longtail macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, jedoch buche ich Top-Keywords immer 3-fach.

Christoph Gummersbach hat gesagt…

Ich muss dagegen gestehen, dass sich mir der Sinn von solchen Tripeln noch nie erschlossen hat, auch wenn man immer wieder davon hört - wozu ein Einzelwort als Broad schalten, wo doch die entsprechenden Kombinationen verfügbar und damit genau ein- oder ausschließbar sind? Ich nutze ganz überwiegend nur das Grundwort in Exact und den ganzen Long Tail in Broad, mit massivem Einsatz von Negatives.

Refined Ads hat gesagt…

Durch die mehrfache Einbuchung kann man Gebote viel genauer steuern. Beispiel eines Elektronik-Händlers:
"lcd tv günstig" 0,50€ CPC, Conversion-Rate: 2,5%
Ziel-CPO: 20€
=> Ziel erreicht

Klicks kommen über folgende Suchen:
LCD TV günstig online
LCD TV günstig Vergleich
LCD TV günstig Toshiba
LCD TV günstig ihdealo.de

Wenn man sich das jetzt genau ansieht, dann sieht man, dass die Conversionrate zwischen den Keywords mit einer hohen Wahrscheinlichkeit variieren wird, man die betreffenden "schlechten" Suchen aber nur schwer findet und als negative keywords hinzufügen kann. Aber vielleicht konvertieren sogar vermeintlich "schlechte" Keywords, man müsste also nur den CPC entsprechend anpassen. Dies geht in der Regel nur wenn man konsequent den Weg von Broad über Phrase hin zu exact match geht.

Ulef hat gesagt…

Ich würde nicht das Triplet in eine einzige Anzeigengruppe geben, sondern drei Anzeigengruppe mittels "embedded matching" dann geht jeweils ein matching typ in eine anzeigengruppe und die texte können pro matchingtyp optimiert werden, das ist auch sehr hilfreich für keyword insertion...

David hat gesagt…

Hmm.. sehe ich insgesamt etwas differenzierter (interessanter Post, nonetheless).

Ich denke, dass "broad" durchaus seine Berechtigung hat, weil die Phantasie der Suchenden nahezu unbegrenzt ist, und man einiges verliert, wenn man nur "phrase" bzw. [exact] bucht.

Beispiel:

ein Suchender gibt "ferienhaus juli 2009 in kalabrien oder sizilien" ein. Wie will ich den denn bekommen? Durch Exact? Sicher nicht. Durch Phrase? Eher nein: Wie denn?

Insgesamt ist Google schon echt gut geworden, die gelegentlichen Ausrutscher (Siehe z.B. http://www.google.at/search?hl=de&q=schlittschuhe&btnG=Google-Suche&meta= --> Aha: "Shop"= Schlittschuhe. Otto und Universal haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht :)) werden seltener.

Ich empfehle grundsätzlich auch einen Shift weg von reinem Broad, aber reines phrase/exact kann's auch nicht sein. Gute Negatives sind das A und O!

LG aus München,

David