15. Juni 2007

Eye Tracking: In China gibt es kein "F"

Eye Tracking Studien sind nach wie vor angesagt und werden gerne zitiert. Man kann zum Teil seine Gebotsstrategie aus dem Blickverlauf der User schließen und auch Agenturen nutzen gerne die graphisch aufgewerteten Heat Maps, um den Kunden zu zeigen, dass sie bei AdWords auf den Top-3 Positionen stehen müssen.
Die Agentur Enquiro hat eine neue Eyetracking-Studie vorgestellt, in der der Blickverlauf der amerikanischen User mit chinesischen Usern verglichen wird. Die Studie hat einige interessante Ergebnisse hervorgebracht:

- In China werden die Suchergebnisse nicht nach dem bekannten F-Schema gescannt, sondern gehen verstärkt in die Breite.
- In den USA bleiben die User 8-10 Sekunden auf der Seite mit den Suchergebnissen. In China bleiben sie 30-55 Sekunden.
- Auf Google.cn werden die Ergebnisse ca. 30 Sekunden lang gelesen, auf Baidu 50 Sekunden.

Kommentare:

Marcel hat gesagt…

Hallo,

erstmal ein Lob für diesen Blog. Echt eine Ernährungsquelle für den SEM-Süchtigen.

Eine Frage hätte ich zum Thema "Heat Maps":

Sie schreiben das Agenturen auf Grund von Heat Maps Ihren Kunden die Pos. 3
empfehlen. Gibt es schon öffentliche Studien auf Basis von Heat Maps für Adwordsanzeigen ?

Viel Dank im vorraus für die Antwort auf meine Frage.

Lennart hat gesagt…

Vielen Dank.
Im Artikel habe ich von den Top-3 Positionen geschrieben. Das sind die 3 Positionen, die bei einigen Keywords in der Mitte über den Index-Suchergebnissen erscheinen. Hier ist in der Regel die Klickrate deutlich höher als bei Anzeigen auf der rechten Seite.

marcel hat gesagt…

Vielen Dank für die Antwort die allerdings völlig den Kern meiner Frage verfehlt. Mir war klar welche Positionen Sie meinen. Ich fragte ob es eventuell Studien darüber gibt wie ein Kunde die verschiedenen Positionen wahrnimmt. Gerade aus dem Bereich Eye-Tracking vielliecht ?

Lennart hat gesagt…

Das kann schon sein, dass es solche Studien gibt. Mir ist jedoch keine öffentliche bekannt.