14. Januar 2008

PPA-Kampagne läuft nicht?

Seit Ende Oktober 2007 werden die PPA (Preis-pro-Aktion) Kampagnen aus dem AdWords-Konto bei AdSense Publishern ausgespielt. Die meisten AdWords-Kunden sind dabei euphorisch gestartet und wollten das Produkt testen, haben jedoch bisher nur sehr wenige oder gar keine Conversions über das PPA-Targeting bekommen. Wie kann das sein? Ist das Produkt PPA noch nicht richtig gestartet?

Doch, es funktioniert eigentlich ganz gut, jedoch wird es meistens falsch aufgesetzt. Wenn ich eine Kampagne für PPA aufsetze, gehe ich meistens von meinen Geboten bei Affiliate-Netzwerken wie Zanox oder CJ aus. Diese Affiliate-Provisionen sind jedoch in der Regel deutlich niedriger als meine CPOs im AdWords-Konto. Die Affiliate-Netzwerke bekommen noch eine schöne Provision und es wird ein Abschlag für Stornos oder einer "zu kreativen Einbindung durch Affiliates" mit einkalkuliert.

Wenn ein AdSense-Publisher nun die PPA-Textanzeigen eines AdWords-Kunden bei seinen AdSense-Werbeblöcken einbinden möchte, werden die PPA-Textanzeigen nur ausgeliefert, wenn die Leistung besser ist als bei den CPC-Anzeigen. Wer zu vorsichtig Gebote bei PPA festlegt, wird nach kurzer Zeit kaum noch Impressions bekommen und eventuell enttäuscht sein. Die AdWords-Kunden, die etwas mutiger mit den PPA-Geboten eingestiegen sind, haben schon sehr gute Ergebnisse bekommen und es läuft viel Traffic über die Kampagne. Am besten einfach mal etwas an den Geboten experimentieren, wie man es auch bei den CPC-Kampagnen gewohnt ist.

Kommentare:

Lars hat gesagt…

Das kann ich ja so gar nicht nachvollziehen. Bei Textanzeigen ist die CTR unterirdisch obwohl Anzeigenposition Platz 1-3 ist. Die Conversionrate ist auch sehr klein. CPO ist deutlich größer als bei Affiliates eingestellt und war zeitweise (zum testen) doppelt so hoch. Geholfen hat es nicht. Einziger echter Tipp von Google war "schalten sie Image-Anzeigen". Das hat der Klickrate sehr geholfen! Der Conversionrate nicht.

Lennart hat gesagt…

@Lars Sprichst du von CPC-Geboten im Content-Netzwerk oder PPA-Geboten?

Lars hat gesagt…

CPC im Content-Netzwerk ist natürlich deaktiviert. Ja, ich rede von PPA-Geboten, also bezahlen pro Conversion (in unserem Fall ein Kauf).

BigRed hat gesagt…

Ich bin überrascht zu hören, dass CPC-Anzeigen und PPA-Anzeigen um dieselben Werbeplatzierungen bei den Publishern konkurrieren. Bislang bin ich davon ausgegangen - und dies wurde mir auch von Google bestätigt, dass für PPA-Anzeigen von den Publishern aktiv neue Anzeigenplätze eingefügt werden müssen.
Wer hat Recht?

Lennart hat gesagt…

Beide haben recht. Du kannst für einige Werbemittel neue Plätze auf der Website einrichten und hier laufen dann keine CPC-Anzeigen. Auf der anderen Seite können Textanzeigen auch auf den "normalen" Werbeplätzen der CPC-Anzeigen ausgeliefert werden und stehen somit im Wettbewerb.

Thomas hat gesagt…

Leider fehlt eine Möglichkeit die "Publisher", also AdSense-Teilnehmer, über eine neue PPA-Kampagne, die man eingebucht hat, zu informieren.
Ich kenne auch das AdSense-Interface und dort sind die PPA-Kampagnen nach wie vor so gut versteckt, dass man für die Einbindung erstmal viele Klicks leisten muss.
Ganz zu schweigen von der seltsamen Benamung:
"AdSense-Setup" -> "Empfehlungen", daneben eine Google AdSense Grafik... also wer dahinter PPA-Kampagnen vermutet, bzw. mit dem Satz "Erzielen Sie höhere Umsätze, indem Sie Ihren Nutzern nützliche Produkte und Services empfehlen." darauf kommt, dass man hier pro Conversion verdient, wie bei "Zanox und CJ", der sei von mir beglückwünscht.
Hinter dem Link "Empfehlungen" dann eine Art Warenkorbsystem mit "Einkaufswagen"... alles sehr seltsame Bezeichnungen.

Als Tipp von mir: Überarbeitet im AdSense-Interface mal den Bereich "Empfehlungen", platziert es etwas prominenter und gebt AdWords-Kunden die Möglichkeit, mit Publishern (= AdSense-Teilnehmern) zu kommunizieren, also aktive Ansprache per E-Mail oder Nachricht direkt ins AdSense-Interface, vielleicht sogar nur an die, die eine der PPA-Kampagne entsprechend passende Zielseite haben (Kategorien gibt es ja wenigstens).

Versprochen, dann läuft das auch gleich (noch) viel besser.

Lennart hat gesagt…

@Thomas Ich hab dein Feedback auf Englisch übersetzt und an den Product Manager in Mountain View geschickt. Vielen Dank für das Feedback.
Grundsätzlich darf das PPA-Modell aber nicht mit einer Affiliate-Plattform gleichgestellt werden, da das Modell eine andere Positionierung hat. Es geht hier eher um eine weitere Gebotsoption neben CPC und CPM.