7. Juni 2008

Sind zu viele Keywords schlecht für den Quality Score

Tausende von Produkten im Online-Shop und keine Lust die Keywords alle einzelnd im AdWords-Konto einzutragen? Dieses Problem haben fast alle Retailer, die eine große Produktpalette haben und dadurch wird das AdWords-Konto schnell mit Keywords gefüllt. Um den Long Tail an Keywords auch abzudecken, versuchen viele automatisch mit Excel-Sheets Keywordlisten zu generieren, die Produkte mit Begriffen wie "kaufen" oder "angebot" verbinden. Dadurch kommen dann sinnvolle Keywords wie "playstation 2 kaufen" heraus, aber auch sinnlose wie "charlotte roche feuchtgebiete kaufen billig angebot". Man kann so sehr schnell seinen Chef mit einer Long Tail Strategie beeindrucken und hat immer gute Argumente gegenüber Wettbewerbern, die weniger Keywords im AdWords-Konto haben. Aber macht dieses Vorgehen überhaupt Sinn?

Leider wird mit dieser Strategie das Limit von 1 Million Keywords pro Konto schnell ausgereizt und es werden weitere Konten benötigt. Ein MCC (My Client Center) muss her, damit die Keyword-Massen auch alle verwaltet werden können. Durch diese Struktur wird meine AdWords-Kampagne innerhalb von kurzer Zeit völlig unübersichtlich und ist kaum noch zu verwalten. Der AdWords Editor braucht jedes Mal sehr lange, um die Daten herunterzuladen und die AdWords-Oberfläche streikt. Dieses Szenario ist keine Ausnahme, sondern kommt bei vielen AdWords-Kunden vor.

Ich denke es ist nicht sehr vorteilhaft unsinnige Keywordlisten hochzuladen, bei denen 80% nie eine Impression generieren. Google sagt, dass dieses Vorgehen den Quality Score verschlechtert, was ich aber nicht ganz glaube. Die vielen Keywords ohne Impressions werden zwar das Konto belasten, indem es schlecht zu bedienen ist, jedoch habe ich noch nie gesehen, dass die restlichen Keywords darunter gelitten haben. Bei sehr unsinnigen Kombinationen, die noch nie gesucht wurden, kann es sogar sein, dass Google diese Begriffe gar nicht mehr in Betracht zieht, um die Server zu entlasten. Wenn ich viele solche Kombinationenn im Konto habe, kann ich einfach mal so ein Keyword bei Google eingeben und es wird keine Anzeige erscheinen, obwohl ich die Kombination in meiner Keywordliste habe.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass es keine sehr gute Strategie ist Massen von Keywords automatisch zu generieren, um somit den Long Tail abzudecken. Jeder der sowas macht, sollte seine Keywordlisten ausdünnen und auf Sinnhaftigkeit überprüfen. Trotzdem glaube ich nicht, dass Google dieses Vorgehen mit einer Herabsetzung des Quality Scores bestraft.

Kommentare:

klml hat gesagt…

Das sollte eigentlich ein 1.0-Leiden sein. Wir sind immerhin im Performance-Marketing.

Nach drei Monaten sollte man sein Konto mal auf Zeroimpressions checken, diese raus schmeißen und seine Keywordingstratgeie überdenken. Aber ich hab das selber mal erlebt das die Qualität einese SEM-Mitarbeiters mit (10.000 kw/h) angegeben wurde*rofl*

Und echter Longtail geht ganz anders. Produktnamen und dessen Kombis als Keywords, hierarchisch sauber (also eigene Gruppe für Playstation 3 und Playstation), passende Texte zum Produkt und die Verlinkung natürlich als genauen deeplink. Wenn man es dann noch schafft tagesaktuelle Preise in die Anzeige zu bekommen, dann gewinnt man auch den Onlinestar *angeb* ;)

Lennart hat gesagt…

Das ist kein 1.0-Leiden, sondern wird immer mehr zu einem Problem. Es gibt nur wenige Unternehmen, die eine sehr saubere Struktur haben und Keywords ohne Impressions entfernen.

Recht hast du auf jeden Fall und die Bearbeitung des Long Tails geht anders. Das schöne ist, dass das nur wenige beherrschen, was deine Arbeit wertvoll macht.

Rodolfo hat gesagt…

Hier wird jetzt von dem Keywords gesprochen die keine Impressions kriegen. Ich kann nicht so ganz nachvollziehen wie diese keywords die Kampagne negativ beeinflusen könnte. Was eigentlich sich viel mehr negativen einfluss hat (auf den CTR)sind die Keywords mit vielen impressions aber keine clics, solltenmann die auch entfernen? ob woll die Keywords sinnvoll erscheinen können.